Ruderer sind „Superverein 2015“

Die Sieger des Wettbewerbs „Superverein 2015“: Der Ruderverein Weser von 1885, vertreten durch Dirk Schünemann (l.) und Peter Diesterweg (r.), der TB Hilligsfeld, vertreten durch Andreas Schrader (Mitte), und für den Waldkindergarten am Ith nahmen Anne Gerhardt-Rodewald und Denise Nardelli (2. v. r.) mit ihren Töchtern Helen und Eny den Preis aus den Händen von hallo-Mittwoch-Geschäftsführerin Claudia Reisch (oben l.) in Empfang.

Die Sieger des Wettbewerbs „Superverein 2015“: Der Ruderverein Weser von 1885, vertreten durch Dirk Schünemann (l.) und Peter Diesterweg (r.), der TB Hilligsfeld, vertreten durch Andreas Schrader (Mitte), und für den Waldkindergarten am Ith nahmen Anne Gerhardt-Rodewald und Denise Nardelli (2. v. r.) mit ihren Töchtern Helen und Eny den Preis aus den Händen von hallo-Mittwoch-Geschäftsführerin Claudia Reisch (oben l.) in Empfang.

Hameln-Pyrmont (geö). Erfolgreiche Premiere für unseren erstmals ausgetragenen Wettbewerb „Superverein 2015“: Über 30 Vereine aus dem gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont waren ins Rennen um den begehrten Titel gegangen. Ausschlaggebend waren hierbei nicht Punkte, Tore und gewonnene Zweikämpfe, sondern die eingereichte Bewerbung mit einem Team-Foto. Wie hat sich der Verein präsentiert? Was macht er für seinen Nachwuchs? Wo hebt sich der Verein im Vergleich zu den anderen besonders hervor? Es waren Fragen wie diese, die unsere Jury genauer unter die Lupe nahm. Bei der Bewertung floss natürlich auch das Ergebnis des Votings ein, das zwei Wochen auf unserer Internetseite freigeschaltet war.

Nun ist die Entscheidung gefallen: Auf dem Siegertreppchen landete der Ruderverein Weser von 1885, den zweiten Rang sicherte sich der TB Hilligsfeld und die Bronzemedaille erhielt der Waldkindergarten am Ith. „Über diese besondere Ehrung freuen wir uns sehr“, so Peter Diesterweg, der beim Ruderverein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Dirk Schünemann das Preisgeld von 3000 Euro in Form eines symbolischen Schecks aus den Händen von hallo-Mittwoch-Geschäftsführerin Claudia Reisch überreicht bekam. Seit Jahren leistet der Hamelner Traditionsverein eine vorbildliche Nachwuchsarbeit, engagiert sich im Leistungs- und Breitensport und kann auf zahlreiche Erfolge zurückblicken. Dabei werden die Senioren durchaus nicht vergessen, denn die „Faszination Rudersport lässt sich noch in hohem Alter vermitteln“, betont Diesterweg. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels sei es schwierig, Jugendliche zu motivieren und für eine Sportart zu begeistern. Deshalb pflege man auch engen Kontakt zu den Hamelner Schulen: So werden beispielsweise im Sommer täglich Ruderriegen von erfahrenen Aktiven des Vereins ehrenamtlich ausgebildet. Das Preisgeld wird der Verein im Jugendbereich einsetzen, teilte Dirk Schünemann mit.

Auch der Zweitplatzierte, der TB Hilligsfeld, vermochte nicht nur beim Voting weit oben zu landen, sondern auch die Jury mit seinem erfolgreichen Jugendkonzept zu überzeugen. „Wir haben voll auf die Karte Jugend gesetzt“, erzählt Jugendleiter Andreas Schrader. Das hatte entsprechende Wirkung: Über ein Dutzend renommierte Trainer schlossen sich ehrenamtlich dem Verein an, um ihre Aktivenerfahrung ins tägliche Training einzubringen. Derzeit tummeln sich 120 Jugendliche in acht verschiedenen Altersklassen. Der Deutsche Fußballbund würdigte das außergewöhnliche Engagement für den Jugendsport 2012 mit der Verleihung des Sepp-Herberger-Preises. Überhaupt: Es gibt einen tollen Zusammenhalt beim TB Hilligsfeld, der sich auch an den vielfältigen Aktivitäten jenseits des Fußballplatzes ablesen lässt. Man fährt gemeinsam zu Bundesligaspielen, veranstaltet Zeltlager und Kanutouren und vieles andere mehr. Jugendleiter Andreas Schrader weiß auch schon, wofür die 2000 Euro Preisgeld verwendet werden sollen: „Wir haben zwei Rasenplätze mit sechs Toren. Die müssen mal wieder erneuert werden.“

Können Bäume sprechen? Na ja, zumindest kann man ihnen eine Stimme leihen und das hat der Waldkindergarten mit seiner Bewerbung auf augenzwinkernde Weise getan. Seine Präsentation war aus Sicht eines der hölzernen Riesen verfasst, der sich neben dem Bauwagen befindet, dem Sitz des Waldkindergartens. Bei Wind und Wetter spielen die Steppkes draußen und werden so mit der Natur vertraut gemacht. Der 1997 gegründete Verein wird ehrenamtlich von Eltern betrieben, erklärte Anne Gerhardt-Rodewald, Erzieherin und Vorstandsvorsitzende. „Wir waren einer der ersten Waldkindergärten in Niedersachsen. Es ist einfach toll, dass unsere Arbeit so eine schöne Anerkennung findet.“ Geplant sei, für das Preisgeld über 1000 Euro eine Überdachung vor dem Bauwagen anzuschaffen, damit auch im Regen draußen gespielt werden kann.