Dieses Jahr ist alles Kunst

Bad Pyrmont (mes). Das Museum im Schloss Bad Pyrmont widmet sich in seinen kommenden Ausstellungen in diesem Jahr ganz der Kunst. „Mir schwebt vor, das Museum im Schloss mit seinem besonderen Ambiente zukünftig verstärkt als Ausstellungsort für Kunst zu nutzen und als solchen auch in der Region zu etablieren“, sagt Museumsleiterin Vanessa Charlotte Heitland. „In diesem Ausstellungsjahr werfen wir den Blick auf unterschiedliche künstlerische Positionen der Gegenwart in Deutschland sowie auf außereuropäische Kunst des späten 19. Jahrhunderts.“

Den Start macht vom 23. März bis zum 21. Mai die zweite Auflage der von Heitland 2015 ins Leben gerufenen Ausstellungsreihe „Neue Kunst im alten Schloss“, dieses Mal mit Werken der in Leipzig lebenden und arbeitenden Künstler Undine Bandelin (Malerei) und Hannes Uhlenhaut (Porzellanplastik). Unter dem Titel „Die Verwandlung“ werden beide die Räume nicht nur bespielen, sondern diese vor allem um Bedeutungsebenen ergänzen und dabei den Mythos des Ortes „Schloss“ sowie Traditionen, Hierarchien und Archetypen hinterfragen und diese zeitgenössisch kommentieren.

Im Sommer bleibt der Fokus geografisch auf dem Osten Deutschlands. Vom 6. Juli bis zum 24. September ist die Schau „Clemens Gröszer. Begegnungen“ zu sehen, die sich dem Werk des 2014 verstorbenen Berliner Malers, Bildhauers und Grafikers widmet. Im Zentrum der Ausstellung stehen seine großformatigen Tafelbilder – darunter einige Schlüsselwerke des umfangreichen Oeuvres: Figurenbildnisse, Selbstporträts sowie Triptychen, in denen Ikonographie und traditionelle Bildformeln der Kunstgeschichte mit der eigenen Vergangenheit und Gegenwart des Künstlers zu komplex inszenierten Bildwelten verschmelzen.

Zum Jahresabschluss geht die Reise dann noch weiter gen Osten bis nach Japan. Vom 8. November bis zum 28. Januar werden unter dem Titel „Geishas – Dirnen – Kurtisanen“ Meisterwerke des japanischen Farbholzschnitts aus der Zeit zwischen 1835 von 1889 präsentiert, die nicht nur die europäische Kunstgeschichte um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert maßgeblich beeinflussten, sondern auch spannende Zeugnisse des politischen wie gesellschaftlichen Wandels Japans am Ende des 19. Jahrhunderts darstellen.

Alle Ausstellungen sind im Rahmen der Öffnungszeiten im Museum im Schloss zu sehen: Dienstag bis Sonntag, jeweils 10 bis 17 Uhr.