Marcel und Theresa – ein unschlagbares Team

Bad Pyrmont (ti). Sie hatten sich im November wieder auf den Weg gemacht und sich dabei auch von nasskalter Witterung nicht abhalten lassen. Während Schüler des Humboldt-Gymnasiums sich mit einem Informationsstand zu den Markttagen auf den Wochenmarkt oder in die Fußgängerzone stellten, waren insgesamt 52 Schüler der 10. Klassen an der Max-Born-Realschule in der Kernstadt und in den Ortsteilen von Haushalt zu Haushalt gezogen und hatten um eine Spende für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gebeten.

Dabei stellten sich der 16-jährige Marcel und seine zehn Jahre alte Schwester Theresa als geradezu unschlagbares Team heraus. „Genau 144 Euro haben die beiden Kinder der Familie Hamann allein in ihrer Sammelbüchse abgeliefert“, staunte auch Stadtsprecher Wolfgang Siefert nicht schlecht, als er die Listen und Sammelbüchsen aller beteiligten Schüler entgegennahm und auszählte.

„Es hat uns beiden wirklich Freude bereitet“, kommentiert Theresa ihr gutes Sammelergebnis. Sie hätten oft nette Menschen getroffen, die bereitwillig etwas in den Schlitz der Büchse steckten, sogar Geldscheine seien darunter gewesen. Da Marcel aufgrund seiner Erkrankung sich nur mit einem E-Rollstuhl bewegen kann, hätten sie vorrangig in ihrer Nachbarschaft gesammelt. „Ich hatte dabei die Sammelbüchse auf der Ablage meines Rollstuhls stehen, während Theresa bei den Leuten schellte“, berichtet Marcel. Und dann habe er stets den Zweck der Sammlung erklärt und auch davon berichtet, dass sich eine ganze Reihe von Schülern der Realschule an dieser Sammelaktion für den Volksbund beteiligen.

Die Leute hätten das auch immer wieder sehr gelobt und sich darüber erfreut gezeigt, dass sich junge Menschen für diese schrecklichen Ereignisse der beiden Weltkriege interessierten und sich wenn auch mit diesem kleinen Schritt dafür einsetzen, dass derartiges nicht wieder passiert. „Das hat uns auch stolz gemacht und bestätigt, noch den ein oder anderen aufzusuchen und anzusprechen“, sagt Marcel.

Insgesamt seien vom Humboldt-Gymnasium 349 Euro und von den Schülern der Max-Born-Realschule 2496 Euro abgeliefert worden, zählt Siefert auf. Mit den eingegangenen Kranzspenden zum Volkstrauertag seien bei dieser Sammlung rund 3100 Euro für den Volksbund zusammengekommen. „Das sind fast 900 Euro mehr als im Vorjahr und für alle beteiligten Schüler ein ganz tolles Ergebnis“, freut sich Siefert und richtet an alle, die sich bei dieser Sammelaktion engagiert hätten, ein dickes Dankeschön im Namen der Stadt und des Bürgermeisters.