Ab in die Beete!

Bad Pyrmont (mes). Im Märzen der Bauer… Es müsste wohl eher heißen: Im Märzen der Gärtner! Michael Mäkler und seine Kollegen vom Staatsbad stehen in den Starlöchern für die Frühlingsbepflanzung im Kurpark. Zigtausende Stiefmütterchen sind Freitag bereits geliefert worden, Montag wird der Rest erwartet. Heißt: Dienstag geht‘s ab in die Beete.

„Derzeit sind wir vor allem noch mit Instandhaltungsmaßnahmen beschäftigt“, sagt Staatsbad-Gärtnermeister Mäkler. Reparaturen stehen an – zum Beispiel am Malerblick, muss dort doch wegen des Orkanschadens aus dem Jahr 2015 eine Neupflanzung vorgenommen werden. Daneben stünden auch kleinere Arbeiten an den „Spiel- und Trainingsgeräten im Refugium“ an. In diesem Bereich werden außerdem zwei Dutzend Bäume gepflanzt. „Das ist relativ viel“, so Mäkler.

Noch bis Anfang April erneuert das Team zudem den Tempelweg; seit vergangenem Herbst ist es damit beschäftigt. Die Strecke zwischen Palmengarten und Steigenberger samt Bereich um den Erdbeertempel wird erneuert – wobei die Hauptarbeiten das Verlegen von unterirdischen Versorgungsleitungen betreffen. Die Rasenflächen werden erneuert, Bäume und Stauden gepflanzt; diese Maßnahme schließt dann an die bereits sanierten Flächen im Kurpark an.

Nun stehen die Mitarbeiter in den Startlöchern für das Pflanzen der Stiefmütterchen. 30000 Stück werden angeliefert; insgesamt kommen im Kurpark ganze 110000 Blumenzwiebeln zum Einsatz, wobei das Gros bereits vergangenen Herbst in die Erde gekommen ist. „Pro Quadratmeter kommen 40 bis 60 Tulpen in die Erde, auf die gleiche Fläche passen 25 bis 30 Stiefmütterchen“, vergleicht Michael Mäkler. Während der Palmengarten schon bestens bestückt ist, sei nun noch die Springbrunnenallee an der Reihe. Und damit sei das Team auch die nächsten vier Wochen gut ausgelastet.

Des Weiteren passiere jetzt bei den Staudenbeeten die Erstpflege, sprich das Zurückschneiden von Gräsern, erste Düngungen und Bodenlockerungen. Und die Wege stehen im Fokus. Durch den schwierigen Jahresbeginn mit wechselnder Witterung, müssen sie jetzt verbessert werden. „Sechs bis acht Wochen lang konnten sie kaum richtig trocknen“, beschreibt der Gärtnermeister das Malheur. Mal seien die Wege gefroren gewesen, dann – bei milderem Wetter – wieder nass, weshalb sie nun einen matschigen Charakter aufwiesen. Unebenheiten werden jetzt ausgeglichen, die Flächen werden durch entsprechende Maschinen gelockert und eben gemacht. Wo erforderlich, werde auch Kies nachgestreut.

Pünktlich zu Ostern soll der Park „fit“ sein. „Dann können ihn die Besucher wieder in voller Qualität erleben“, verspricht Mäkler. „Das werden wir bis dahin gut hinkriegen – wenn nicht noch große Wetterkapriolen eintreten.“ Doch ein richtiger Wintereinbruch sei in diesem Monat nicht mehr zu befürchten.