Das ist der Knaller!

Hameln (mes). Das Museum Hameln freut sich mit dem Museumsverein über einen regelrechten „Knaller“: „Uns ist ein großes Ding gelungen“ – mit diesen Worten begrüßte Klaus Arnold die Teilnehmer einer eigens einberufenen Pressekonferenz. Und gleich ließ der Museumsvereinsvorsitzende die Katze aus dem Sack: Rund 20000 Euro Fördergelder erhält die Einrichtung für die Umsetzung des Projekts „MuseobilBox“, das Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien ansprechen soll.

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Kultur- und Bildungshaus Regenbogen, Kinderspielhaus Hameln und der evangelischen Jugend Hameln-Pyrmont (mit ihrem Projekt „Fuß fassen“) kann in den Oster- und Sommerferien dank der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ein tolles, in dieser Form nie da gewesenes kostenloses Angebot für Kinder und Jugendliche vorgehalten werden. Sie erhalten einen Einblick in die Welt der Sagen, entdecken ein Stück ihrer heimatlichen Geschichte und setzen diese in Beziehung zu ihren Herkunftsländern.

Insgesamt wird es vier Gruppen geben: In den Osterferien läuft das Angebot unter dem Titel „Unsere sagenhafte Welt“. Eine Gruppe, bestehend aus Kindern zwischen acht bis zwölf Jahren, trifft sich dazu vom 18. bis 21. April täglich in den Räumen des Museums, eine weitere für 13- bis 18-Jährige im FiZ. Ausgangspunkt ist dabei jeweils die Ausstellung „Die Sagenwelt der Brüder Grimm“. Im Laufe des Projekts wird herausgearbeitet, ob es Gemeinsamkeiten zwischen den deutschen Sagen und Sagen aus anderen Kulturen gibt. Die Teilnehmer dürfen dabei kreativ sein und eine sogenannte „MuseobilBox“ ganz individuell gestalten. Sie sollen sie damit bestücken, „was sie am meisten interessiert“, sagt Andrea Beißner, Bibliotheksassistentin und Museumspädagogin, die auch den Förderantrag gestellt hatte. Auch in den Sommerferien wird es zwei Angebote im Rahmen des Projekts geben. Auch hier sind die Gruppen aufgeteilt in acht bis zwölf sowie 13 bis 18 Jahre. Die Kinder und Jugendlichen sollen dann versuchen den „Fall Rattenfänger – oder was 1284 in Hameln wirklich geschah“ zu klären.

Alle gestalteten „MuseobilBoxen“ werden anschließend in der Sonderausstellung im Museum zu sehen sein. Interessierte können sich im Museum bei Iris Stumpe unter (05151) 202-1219 anmelden.