Wohnen am Ravelin-Camp

Hameln (ll). Im Ausschuss für Stadtentwicklung präsentierte die Verwaltung den Ratspolitikern ihre neuesten Pläne für das Ravelin-Camp, den ehemaligen Übungsplatz der britischen Armee oberhalb des Reimerdeskamps: Auf dem derzeit brachliegenden Gelände könnten 30 Einfamilienhäuser sowie noch einmal 20 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern entstehen. Erschlossen werden könnte das neue Baugebiet vom „Rettigs Grund“ aus.

Die Stadtverwaltung gibt ihre Planungen erst jetzt bekannt, weil sie im vergangenen Jahr „nicht in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes“ platzen wollte, drückte es Stadtbaurat Hermann Aden im Ausschuss aus. Da hätte aus Sicht der Verwaltung das Thema offensichtlich für politischen Zündstoff sorgen können.

Denn während auf der anderen Straßenseite des Reimerdes-kamp – im ehemaligen Bailey-Park der Briten – die Planungen unter anderem auch für den sozialen Wohnungsbau voranschreiten, soll es sich am Südhang des Ex-Ravelin-Camps vorwiegend um „gehobenes Wohnen“ handeln. Deshalb habe die Verwaltung vorerst von einer „Beschlussvorlage abgesehen“, sagte Aden. „Es ist zunächst ein Gesprächsangebot der Verwaltung an die Politik“, so der Stadtbaurat.

Aden ist sich sicher, dass es für die Bebauung des Ravelin-Camps genug Interessenten geben wird. „Es gibt ein bestimmtes Nachfrageklientel, das wir nur mit solchen Baugebieten ansprechen“, meinte er. Das Baugebiet Hottenbergsfeld füllt sich zwar auch nach und nach, doch stünden dort immer noch rund 30 Grundstücke zum Verkauf. Aden: „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir uns da Konkurrenz machen.“ Es gebe auch „Kundschaft, die andere Gebiete“ bevorzuge. Im Hottenbergsfeld liegen die Grundstückspreise nach Angaben der Stadt derzeit zwischen 61 und 75 Euro pro Quadratmeter Bauland.

Für ein weiteres Areal hat die Stadt ebenfalls Planungen zur Diskussion vorgestellt. An der Ecke Rennacker/Breslauer Allee könnten weitere zehn Einfamilienhäuser und 18 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstehen.