Ab auf die Rutsche!

Bad Pyrmont (mes). Pünktlich zum freien Himmelfahrtstag kommenden Donnerstag läutet die Pyrmonter Welle die Freibadsaison ein. Damit ist Hamelns Südbad nicht das einzige Freibad in der Region, das entgegen des Trends, bereits am 1. Mai die Pforten für Draußenschwimmer zu öffnen, erst später im Wonnemonat in die kühlen Fluten einlädt. Während in der Rattenfängerstadt jedoch ein technischer Defekt zu der Verzögerung führte, hat sich der Öffnungstermin in Bad Pyrmont indes „in den vergangenen Jahren immer weiter nach hinten geschoben wegen des Wetters“, gibt Jörg Matusczyk, Abteilungsleiter Marketing bei den Stadtwerken Bad Pyrmont, auf Anfrage Auskunft.

Sei‘s drum – zwar war vergangenen Mittwoch der bislang schönste Tag des Frühjahrs, der sicherlich zahlreiche Badegäste in die Pyrmonter Welle gelockt hätte, doch blickt man auf die Wettervorhersage für die kommenden Tage, sieht‘s doch eher wieder mau aus: Höchstens 20 Grad sind ab Himmelfahrt zu erwarten, Schauerrisiko inklusive. Vielleicht also dann doch nicht die schlechteste Entscheidung, das Bad erst gegen Ende des Monats für die Saison zu öffnen.

Des einen Freud‘, des anderen Leid: Öffnet das Freibad der „Welle“, war‘s das auch mit der Namensgeberin. Denn die Welle wird nur im Hallenbad gemacht – und das wird parallel zur Öffnung des Draußen-Betriebes geschlossen, inklusive Riesenrutsche. Dafür stehen den Gästen dann aber die 46 Meter lange Freibadrutsche sowie die Sprungtürme und das Kinderplanschbecken zur Verfügung. Die meisten Gäste akzeptieren diese Regelung, meint Jörg Matusczyk. Im vergangenen Jahr wurde extra eine Umfrage unter den Badegästen gestartet. Ihr Ergebnis: „92 Prozent aller Gäste sind zufrieden“, so Matusczyk. Sie bewerteten das Angebot mit der Note 1,9. Trotzdem hätten die Stadtwerke als Betreiberin des Bades nach alternativen Lösungen gesucht. „Wir haben über einen Zugang von außen nachgedacht, der würde aber 50000 Euro kosten.“

Während zur Saisonvorbereitung keine Maßnahmen über die üblichen jährlichen Arbeiten hinaus auf dem Außengelände ausgeführt werden mussten, finden in der „Welle“ derzeit kleinere Schönheitskorrekturen statt. So wird beispielsweise die Sauna umgestaltet, der Ruheraum umgebaut, sowie das Dach mit neuen, festen Dämmplatten ausgestattet.

Jörg Matusczyk weist zudem auf Neuerungen hin. Seit dem 1. Mai gibt es eine weitere Geldwertkarte: Für 450 Euro erhalten ihre Besitzer 33 Prozent Ermäßigung auf alle Angebote und Eintritte. Und für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gibt es eine neue 25er-Karte, die zehn Prozent Ermäßigung gewährt. Diese beiden neuen Services sind bereits umgesetzte Maßnahmen aus den Umfrageerkenntnissen.

Also, auf in die Abkühlung! Die „Welle“ öffnet ab Himmelfahrt montags bis freitags von 6.45 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 8 bis 20 Uhr (letzter Einlass ist jeweils um 19.15 Uhr).