Kurpark ist nicht zum Parken da

Bad Pyrmont. Geparkte Autos im Kurpark – das geht nach Auffassung vieler Pyrmont gar nicht. Doch das Staatsbad nutzt das denkmalgeschützte Gelände immer wieder, um Teilnehmern von Tagungen im Konzerthaus oder im Steigenberger nahe gelegene Parkmöglichkeiten zu bieten. Für den Pyrmonter Heimatbund ist das ein Grund für kritische Nachfragen und konkret Anlass, sich bei der Stadt nach einem Parkraum-Konzept zu erkundigen.

„Nachdem die Pyrmonter Nachrichten Ende Januar darüber berichtet hatten, dass auf der Springbrunnenallee Autos parkten, erreichten mich viele besorgte Anfragen“, berichtet die Heimatbund-Vorsitzende Adelheid Ebbinghaus, die diese Sorgen grundsätzlich teilt. „Im Prinzip geht das nicht. Wenn wir Denkmalschutz haben, dann gilt der Denkmalschutz auch“, stellte sie fest. Allerdings maße sie sich nicht an, angesichts der Herausforderungen, vor denen ein Kurort wie Bad Pyrmont stehe, eine vorschnelle Entscheidung zu treffen.

„Ich weiß, dass sich Bad Pyrmont im harten Wettbewerb befindet und dass sich der Kurpark bezahlt machen muss, denn die Unterhaltung und Pflege kosten viel Geld“, so Ebbinghaus. Mittlerweile habe sich der Vorstand des Heimatbundes mit dem Thema befasst, berichtet sie. Daraus resultierten zwei Fragen, die sie anlässlich der jüngsten Ratssitzung öffentlich an die Stadt stellte. Zum einem will sie wissen, wie es mit dem Parken im denkmalgeschützten Kurpark weitergeht und ob es dazu im Dialog mit dem Staatsbad Überlegungen gebe. Zum anderen interessiert sie, ob bei der gerade wieder aufgenommenen Stadtentwicklungsplanung daran gedacht sei, ein gemeinsames, zukunftsweisendes Parkraum-Konzept einzubeziehen, was dringend geboten scheine, was es ihres Wissens nach aber nicht gebe. „Ich bin gebeten worden, das Thema im Rat anzusprechen, um die Öffentlichkeit dafür auf breiter Basis zu sensibilisieren“, begründet sie ihren Schritt.

Zuvor habe sie mit Bürgermeister Klaus Blome und Kurdirektor Maik Fischer darüber gesprochen und sei bei beiden auf sehr viel Offenheit, Verständnis und Bereitschaft gestoßen.

Fischer abwarten, um danach zu entscheiden, wie sie weiter mit diesem Thema umgehen wird. Es gehe ihr dabei nicht um Schuldzuweisungen. Ihr sei bewusst, dass es um ein sehr komplexes Thema gehe, welches letzten Endes für den Kurort in der „Zwickmühle“ gipfeln könnte. „Es ist die Abwägung von zwei grundsätzlichen Erfordernissen – Denkmalschutz oder moderne Zeiten? Wie kann so etwas zukunftsfähig und zum Nutzen von Bad Pyrmont gestaltet werden? Oder als Wortspiel auf zwei Worte verkürzt: Kurpark oder Park-Uhr.“ Ebbinghaus will nun zunächst die Antworten von Blome und