Kick im Dunkeln

Klein Berkel. Auf dem Sportplatz in Klein Berkel sind erhebliche Mängel an den Masten der Flutlichtanlage angekreidet worden. Zwei Masten sind deshalb von der Stadt Hameln außer Betrieb genommen worden. Deshalb trainieren Klein Berkels Kicker zurzeit teils im Dunkeln. Der reguläre Spielbetrieb läuft nur noch eingeschränkt.

Ein externes Unternehmen war mit der Überprüfung der Sportanlage durch die Stadt Hameln beauftragt worden. Die Stadt ist Eigentümerin der beiden Sportplätze und ist im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht verpflichtet, die Sportplätze regelmäßig auf die Betriebssicherheit prüfen zu lassen.

Die Stilllegung der Flutlichtmasten beschäftigt inzwischen nicht nur die Mitglieder des TSV Klein Berkel-Wangelist. Auch im Ortsrat war der in die Jahre gekommene B-Platz der Klein Berkeler Thema. Mit den Worten „Hier brennt die Hütte“ hat Ortsbürgermeister Kurt Meyer-Bergmann (SPD) eigenen Angaben zufolge bei der Stadt Hameln auf die Schwierigkeiten aufmerksam gemacht, die derzeit beim TSV auftreten. Er drängt auf schnelle Hilfe. Klein Berkel habe schließlich eine der größten Fußballsparten im Stadtgebiet. Immerhin 22 Mannschaften würden auf den beiden Hohe-Linden-Plätzen noch Sport treiben. Doch voraussichtlich werden sich die Fußballer noch bis zum nächsten Jahr gedulden müssen.

Zwei der sechs Flutlichtmasten sind von den Sportplatzprüfern bereits Anfang September als nicht mehr standsicher eingestuft worden, erklärt Stadtsprecher Thomas Wahmes. Die Empfehlung der Experten: Die Masten sollten innerhalb von zwei Monaten entweder abgebaut oder ausgetauscht werden. Zunächst sind vor knapp zwei Wochen die Scheinwerfer von den beiden Masten entfernt worden, „aus Sicherheitsgründen“, so Wahmes. TSV-Vorsitzender Uwe Schwertfeger bestätigte das Ergebnis der Sportplatzprüfung: Die Flutlichtmasten seien „nicht mehr die tragfähigsten“ gewesen. Doch wann die maroden Masten ausgetauscht werden, wusste Schwertfeger noch nicht. Ein Komplettabbau der Flutlichtmasten wurde aufgrund der Wetterlage verworfen, heißt es aus dem Rathaus. Das sei nur mit schwerem Gerät möglich und würde nur die Sportplatzfläche beschädigen. „Deshalb werden die Masten nun in Kürze um ein Drittel ihrer Länge gekürzt“, kündigt Wahmes an. Dieses reiche laut Aussage der Fachfirma erst einmal aus, „um die unmittelbare Gefahr des Umsturzes der Masten zu beseitigen“.

Die Ausschreibung für neue Masten soll seitens der Stadt nun im November erfolgen. Geld stehe zur Verfügung. Die neuen Flutlichtständer sollen dann spätestens im Frühjahr nächsten Jahres aufgestellt werden – „eventuell auch früher, je nach Wetterlage“.

Der Austausch der beiden vom Umstürzen bedrohten Flutlichtmasten sind aber nicht die einzigen Erneuerungen, die in Klein Berkel erwartet werden. Der B-Platz sei insgesamt sanierungsbedürftig, hieß es im Ortsrat. 119000 Euro hat laut Meyer-Bergmann die Stadt Hameln im Haushalt für 2018 veranschlagt. Begonnen haben die Baumaßnahmen aber noch nicht. Vor Kurzem habe der Verein schon in Eigenleistungen die Mängel des B-Platzes beseitigen wollen, so Meyer-Bergmann.

Dazu sei es jedoch nicht gekommen. Der Ortsbürgermeister rechnet nun damit, dass die Stadt auch mit den weiteren Sanierungsmaßnahmen im Frühjahr beginnen könnte.