In vier Wochen ist der Spuk vorbei

Amelgatzen (ey). Das nennt man wohl Punktlandung: Die (Groß-)Baustelle am Ortseingang von Amelgatzen, für Pendler zwischen Bad Pyrmont und Hameln seit etwa einem Jahr Grund für Umwege über den Grießemer Berg oder Grohnde/Lüntorf, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Anfang Dezember geräumt. „Nageln Sie mich nicht auf den Tag genau fest, aber wir sind perfekt im Zeitplan“, sagt Markus Brockmann, Leiter des Hamelner Geschäftsbereichs der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Heißt also: Freie Fahrt auf der Landesstraße 431 im Vorweihnachtstrubel – das ist doch mal eine gute Nachricht!

Die Brücke über die Bahntrasse sei fertig. Was jetzt noch folgt, sind Sicherungsarbeiten in Sachen Elektrizität. „Zudem muss der Kreuzungsbereich L431/Gellerser Straße neu gebaut werden. Grund ist unter anderem, dass die Brücke etwas breiter und länger geworden ist als ihr Vorgänger und somit die nahe Kreuzung in die Bauarbeiten integriert werden musste“, sagt Brockmann. Somit sei gesichert, dass von Gellersen kommende Verkehrsteilnehmer die Landesstraße 431 zu beiden Seiten auch gut einsehen würden. Es sei von vornherein klar gewesen, dass auch der Knotenpunkt verschoben werden muss. Aber auch hier laufe alles nach Plan. „Wir haben null Verzögerung. Das ist insgesamt eine Baustelle, wie man sie sich nicht besser wünschen kann“, sagt der Leiter der zuständigen Behörde. Es habe nicht ein einziges Problem gegeben, das nicht schnell hätte gelöst werden können.

Noch ist die Durchfahrt bei Amelgatzen nicht möglich, noch regelt eine Ampel den Verkehr, der aus beziehungsweise nach Gellersen fahrend unterwegs ist, noch werde am Asphalt gearbeitet, um abschließend die Fahrbahnmarkierungen aufzubringen. „Aber das wird alles im Plan sein. Das warme und trockene Herbstwetter hat den Bauarbeitern in die Karten gespielt. Ich würde behaupten, dass der Spuk in vier Wochen vorbei ist“, sagt Markus Brockmann. Die ausführenden Firmen hätten geradezu perfekte Arbeit abgeliefert.

Damit fällt vor allem vielen Pendlern ein Stein vom Herzen. Die mussten ziemlich genau ein Jahr lang – am 20. November 2017 wurde mit den Bauarbeiten an der Amelgatzer Brücke begonnen – Umwege fahren, zum Beispiel über den Grießemer Berg oder Lüntorf/Grohnde, um von Bad Pyrmont nach Hameln und umgekehrt zu fahren. Besonders die Kurstadt leidet sozusagen unter „Brückenfieber“. Denn dort sollte die Emmerbrücke Ende dieses Jahres nach Sanierungsarbeiten eigentlich auch freigegeben werden. Daraus wird allerdings nichts. „Manchmal läuft es eben nicht so, wie sich das Planer und Bauausführende wünschen“, sagt Markus Brockmann. Helmut Fahle, Vorsitzender der Bad Pyrmonter Werbegemeinschaft, ist über die Nachrichten aus der Straßenbaubehörde froh, sehr froh sogar. „Die Amelgatzer Baustelle war schon eine schwere Belastung für Bad Pyrmont. Viele Kunden hat sie abgehalten, in die Kurstadt zu kommen. Wir alle können hier aufatmen, dass jetzt bald die Strecke wieder freigegeben wird.“ Wenn noch im November die Landesstraße wieder befahrbar sei, würden dies der Einzelhandel und die Gastronomie der Kurstadt begrüßen. Im Weihnachtsgeschäft zähle jeder Tag. „Und die Umleitung über den Grießemer Berg ist nicht so praktisch; viele fahren die Strecke aufgrund der Serpentinen nicht gerne“, sagt Fahle.