Weihnachtsmärkte und (k)ein Ende

Hameln/Bad Pyrmont (ey/mes).

Während die Hamelner Ratspolitik das Thema der Verlängerung für den Budenzauber über die Feiertage hinaus noch in der Pipeline hat, warten die IG Weihnachtsmarkt und das Stadtmarketing in Hameln händeringend auf eine baldige Entscheidung. Der Grund: Wenn der Rat mehrheitlich für die Weiterführung bis zum 30. Dezember stimmt, droht die Zeit erheblich zu drängen. „Es geht nicht um irgendwann, sondern um 2019“, sagt Stadtmanager Dennis Andres.

Dass es sehr kritische Stimmen gibt, die absolut gegen einen Weihnachtsmarkt nach dem Christfest sind, kann er durchaus nachvollziehen. „Das ist ohne Frage ein sehr streitbares Thema. Aber verkaufsoffene Sonntage sind es auch – und dennoch wirtschaftlich lohnend.“ Zudem sei dies keine fixe Idee des Stadtmarketings, sondern es seien viele Weihnachtsmarktbeschicker mit dem Wunsch auf Verlängerung an die Stadt herangetreten. Was im Übrigen nicht ungewöhnlich sei: „Andere Städte machen es uns vor, Celle zum Beispiel. Dort gibt es den Weihnachtsmarkt seit vielen Jahren schon bis zum 30. Dezember, und er dient als Magnet für den Einzelhandel“, so Andres.

Peter Ehlerding, Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) Weihnachtsmarkt, drängt unbedingt auf einen schnellen Entschluss des Rates der Stadt: „Die meisten Beschicker – auch Kunsthandwerker und nicht nur Glühwein- und Pommesbudenbetreiber – sind dafür! Also sollten wir es ausprobieren.“ Dennis Andres geht sogar einen Schritt weiter und könnte sich vorstellen, dem Kunsthandwerk in Sachen Standmiete „irgendwie entgegenzukommen“, was aber noch ausgehandelt werden müsse. Und: „Man sollte den verlängerten Weihnachtsmarkt wenigstens über zwei, drei Jahre ausprobieren. Wenn man dann zu dem Ergebnis kommt, dass es nichts bringt, lassen wir es wieder bleiben. Es ist nichts in Stein gemeißelt.“

Auch in Bad Pyrmont wird – erneut – über eine mögliche Verlängerung des Weihnachtsmarktes auf dem Brunnenplatz nachgedacht. „In unserer ersten Sitzung im neuen Jahr steht das Thema auf der Agenda“, sagt Helmut Fahle, 1. Vorsitzender der Werbegemeinschaft der Kurstadt. Die Überlegung gebe es jedes Jahr, fügt er hinzu. Aber gerade in diesem Jahr sei ihm aufgefallen, wie viele Bürger und Gäste sich einen frühzeitigeren Beginn des beliebten Marktes wünschten. In der Werbegemeinschaft sei man sich indes „nicht so ganz schlüssig“. Denn: „Die begrenzte Zeit macht ja gerade den Reiz aus!“ In diesem Jahr hatte der Weihnachtsmarkt in der Kurstadt zum ersten Mal bereits am 26. November – und nicht, wie sonst üblich, am Donnerstag vor dem ersten Advent – begonnen.