MaxXimale Freude für Leinwandfans

Hameln (ey/mes). Die „Men in Black“ (Teil 4) rauschen im Juni an, „Godzilla“ bedroht die Welt alsbald zum zweiten Mal und Terminator Arnold Schwarzenegger hält nix von Rente und kommt im November auf die MaxX-Kinoleinwand in Hameln. Teil 6 – fast unglaublich! Mit anderen Worten: Das Jahr 2019 hat Highlightstreifen zu bieten, die für Furore sorgen werden. Zdenka Kaderová, seit Kurzem Theaterleiterin im MaxX am Bahnhof in Hameln, setzt allerdings nicht allein auf die vermeintlichen Blockbuster, sondern will das Kino als Eventstätte voranbringen – mit Live-Übertragungen von Konzerten, Premierenfeiern und Rahmenprogrammen zu bestimmten Filmen. Passt perfekt, denn immerhin wird das MaxX im Oktober dieses Jahres 20 Jahre alt!

Runder Geburtstag also. Und eine Erfolgsgeschichte trotz veränderter Marktbedingungen. „Eigentlich heißt es leider immer wieder, dass das Kino sich nicht mehr lange halten wird. Aber das geht schon seit 15 Jahren so …“, sagt die 39-Jährige. Konditorin hatte die gebürtige Tschechin ursprünglich gelernt, aber nach dem Abitur im Hotelfach und Gastronomie führte ihr Weg nach Hameln zum MaxX. Seither lässt sie die Leinwand nicht mehr los. „Noch immer gibt es gute Filme, aber die veränderte Marktsituation hat schon auch dazu geführt, dass wir uns nicht mehr nur auf das Zeigen von Filmen konzentrieren, sondern Events bieten – wie zum Beispiel am 27. Februar. Dann gibt‘s im MaxX-Kino in Hameln den Film ’Ballon‘ mit Sektempfang auf rotem Teppich und Gast Günter Wetzel, der selber damals mit im Ballon saß und nach der Vorstellung seine Erlebnisse schildert“, sagt Zdenka Kaderová. Im März werden jeden Freitag in der Spätvorstellung Steven-King-Filme, sozusagen als Aufwärmtraining für die kommende Neuverfilmung von „Friedhof der Kuscheltiere“, gezeigt. Zudem serviert das MaxX bisweilen passend zum Film ein besonderes „Menü“ anstatt Popcorn. Und dass das 20-Jährige des MaxX Hameln im Oktober mit Überraschungen gefeiert wird, steht außer Zweifel.

Damit verbunden ist im Übrigen eine Modernisierung. „Zwar wurden vor zwei Jahren bereits moderne, bequemere Sitze eingebaut, aber wir gehen noch einen Schritt weiter und werden Besuchern, die ganz vorne in den Sälen sitzen, Sessel mit Liege-Funktion bieten“, verrät die MaxX-Kinoleiterin. Lounge-Atmosphäre vor Riesenleinwand; ganz großes Kino. Die Planung dafür steht. Und sie hat einen guten Grund. „Wir haben 365 Tage im Jahr geöffnet, und an manchen Tagen spielen wir nicht weniger als 28 Vorstellungen“, so Zdenka Kaderová. Bunter könne die Vielfalt kaum sein, und genau das ist der Grund, weshalb die Theaterleiterin vom „tollsten Job der Welt“ spricht, wenn sie über ihren Beruf sinniert. Weil es um Menschen geht. Gab es doch vor gar nicht allzu langer Zeit mitten im Kinosaal einen Heiratsantrag samt Flashmob. „Ja, Hochzeitsanträge können wir hier auch umsetzen.“ Ist ja wie in Hollywood.

Und was erwartet uns sonst noch im Kinojahr 2019? Studio-Gigant Disney bringt den Abschluss der aktuellen „Stars Wars“-Trilogie und den 2. Teil von „Avengers: Infinity War“. DC geht mit dem Superhelden-Soloabenteuer „Shazam!“ an den Start. Horrorfans können sich auf die Rückkehr von Pennywise freuen. Im Actionbereich schlägt „John Wick 3“ wiedermal kompromisslos zu. Bei den Originalstoffen steht Quentin Tarantino mit seinem neuesten Film über die Charles Manson-Morde „Once Upon A Time In Hollywood“ an vorderster Front. Im Science-Fiction-Film „Gemini Man“ von Oscar-Preisträger Ang Lee kämpft Will Smith gegen seinen Klon. Und schließlich sorgen die Animationsfilme „The Lego Movie 2“ und „Frozen 2“ für gute Stimmung beid er ganzen Familie.

Hier drei weitere Tipps:

Glass: In der Doppel-Fortsetzung des Superheldenfilms „Unbreakable“ und seinem Hit „Split“ vereint Regisseur M. Night Shyamalan die Hauptfiguren aus beiden Filmen. Start: 17. Januar

Hellboy: „Stranger Things“-Star David Harbour präsentiert seine Version von Hellboy. Der füllige Hüne ist nicht mehr wiederzuerkennen. Mit von der Partie: Milla Jovovich als Bösewichtin Nimue. Start: 12. April

Aladdin: Die Realverfilmung des Disney-Klassikers wird von Guy Ritchie verantwortet. In den Hauptrollen: Mena Massoud und Naomi Scott. Will Smith tritt ein anspruchsvolles Erbe an, nachdem Robin Williams bereits der Figur des Dschinis seine Stimme lieh. Start: 23. Mai