1,4 Millionen Euro für Straßen-Sanierung

Hameln-Pyrmont (wft). Die K29 Die K60 Die K74 Die K74 Die K81 Es sind teilweise erhebliche Mängel, die die Kreisstraßen im Landkreis Hameln-Pyrmont aufweisen. Bereits im Jahr 2016 hatten die Kreispolitiker beschlossen, sich jeweils zu Jahresbeginn die Liste der Straßen vorlegen zu lassen, die aufgrund ihres schlechten Zustandes baulich saniert werden sollen. Folgt der Kreisausschuss am 12. März der einstimmig verabschiedeten Empfehlung des Bauausschusses, werden in diesem Jahr fünf Straßen in das Kreisstraßenbauprogramm aufgenommen. Es sind die folgenden Strecken: zwischen Dehm-kerbrock und Herkendorf auf einer Streckenlänge von etwa 950 Metern. Geschätzte Kosten: 220000 Euro.zwischen Afferde und Klein Hilligsfeld mit einer Länge von rund 1200 Metern. Geschätzte Kosten: 310000 Euro. zwischen Bakede und Egestorf mit einer Streckenlänge von etwa 1100 Metern. Kostenschätzung: 190000 Euro.zwischen Egestorf und der B442 auf einer Länge von rund 3750 Metern. Geschätzte Kosten hier: 570000 Euro. zwischen Großenwieden und der B83 auf einer Strecke von etwa 600 Metern. Kostenschätzung für diese Maßnahme: 140000 Euro.

Damit nimmt der Kreis, die Verabschiedung des Haushalts mit den eingeplanten Summen vorausgesetzt, in diesem Jahr 1,43 Millionen Euro in die Hand, um die teilweise für den Verkehr gefährlichen Straßen in einen vernünftigen Zustand zu bringen, wie es dazu aus der Behörde heißt. Die Maßnahmen sind laut Kreisverwaltung mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr abgestimmt.

Zwei Maßnahmen, die eigentlich für dieses Jahr geplant waren, werden nach Angaben von Thomas Raß, dem Leiter des Facility Managements, voraussichtlich auf 2020 verschoben. Es sind die Strecke zwischen Lengenfeld bis zur Kreisgrenze des Landkreises Schaumburg sowie die Ortsdurchfahrt von Fischbeck.

Im Wesentlichen handelt es sich bei den Maßnahmen auf einer Gesamtstreckenlänge von 7,6 Kilometern, die nur etwa drei Prozent des Kreisstraßennetzes von einer Gesamtlänge von 231 Kilometern ausmachen, um die Erneuerung der bituminösen Deckschichten, teilweise aber punktuell auch um die Erneuerung der bituminösen Tragschichten oder den Einbau einer Ausgleichsschicht. Auf den angegebenen Strecken wird es deshalb im Verlauf der Sanierungsmaßnahmen zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Helmuth Mönkeberg (proBürger) vermisste in der Vorlage der Verwaltung vor allem die Einplanung von Radwegen oder zumindest die Abgrenzung für Radfahrer durch weiße Streifen. „Es schroten inzwischen so viele Leute mit ihren schnellen E-Bikes über die Straßen, dass für deren Sicherheit mehr getan werden muss“, wie der Kreistagsabgeordnete forderte. Lobend vermerkte Mönkeberg aber, dass mit den geplanten Bauarbeiten zwischen Bakede und der B442 endlich eine echte „Rumpelstrecke“ repariert werde.

Friedel-Curt Redeker (CDU) zeigte sich verstimmt, dass in diesem Jahr nur drei Prozent des Straßennetzes ins Kreisstraßenbauprogramm einbezogen sind und erinnerte die Verwaltung daran, dass der Landkreis verpflichtet sei, die Straßen insgesamt in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten, nannte aber keine Einzelbeispiele für aus seiner Sicht weitere notwendige Sanierungsvorhaben im Kreisstraßennetz.