Die kleinen Perlen im Eventkalender

Hameln (mes). Wir kennen und lieben sie alle, die besonderen Riesen-Events, die jedes Jahr Tausende Besucher nach Hameln locken – von der „Mystica Hamelon“ bis hin zum Pflasterfest. Doch während diese Veranstaltungen vor allem Gäste in die Rattenfängerstadt locken und Touristen bespaßen sollen, gibt es auch die kleineren, leiseren Angebote, die sich ausschließlich an den Hamelner Bürger richten. So wurden vor Kurzem zum Beispiel das „Altstadtabendbrot“ und der „Rollende Südstadttreff“ ins Leben gerufen, und im April soll es erstmals einen Hinterhofflohmarkt in der Altstadt geben. Was steckt hinter diesen neuen Angeboten?

Das Projekt „Hameln k.a.n.(n‘)s.“, ein Modellprojekt des Landes Niedersachsen, ist in den vier Stadtteilen/Quartieren Kuckuck, Altstadt, Nordstadt und Südstadt tätig. „Die neuen Angebote zielen darauf ab, Begegnungsmöglichkeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadtgebiete zu schaffen und das soziale Miteinander zu fördern“, erläutert Annkathrin Knorr, zuständig für Gemeinwesenarbeit bei der Stadt Hameln. Ein wichtiger Aspekt dabei sei, dass die Bewohner die Gelegenheit bekommen, selbst aktiv zu werden und ihre eigenen Wünsche und Stärken einzubringen. „Anregungen für neue Angebote haben wir zum Beispiel durch Gespräche mit Fachkräften und durch intensive Bewohnerbefragungen im Jahr 2018 bekommen“, so Knorr weiter.

Die Angebote richten sich ganz gezielt an alle Bewohner der Projektgebiete. Hier würden bewusst ganz unterschiedliche Angebote zu verschiedenen Zeiten gemacht, damit für möglichst viele Menschen ein passendes dabei ist, so Annkathrin Knorr. Sie räumt aber auch ein, dass Teilnehmer aus anderen Stadtteilen natürlich auch willkommen sind.

Die Bürger freut‘s: Beim Altstadtabendbrot, das in Kooperation mit SeeLe Seniorenbetreuung e.V. seit Oktober läuft, handelt es sich um ein generationenübergreifendes Angebot für Jung und Alt. „Es wird gut angenommen. Pro Abend kommen etwa zehn bis 20 Menschen. Trotzdem freuen wir uns über weitere Teilnehmer“, sagt Annkathrin Knorr.

Ob auch die geplanten Hinterhofflohmärkte erfolgreich laufen werden, bleibt abzuwarten. In zahlreichen Städten erfreuen sich solche Angebote nach Knorr großer Beliebtheit. „Wir möchten herausfinden, ob dieses Konzept auch in Hameln funktioniert.“ Zunächst einmal ist ein Hinterhofflohmarkt in der Hamelner Altstadt geplant. Wenn dieser erfolgreich ist, sei nicht ausgeschlossen, dass auch in den anderen Projektgebieten Hinterhofflohmärkte stattfinden. „Konkrete Planungen gibt es jedoch noch nicht“, fügt Knorr hinzu.

„Hameln k.a.n.(n‘)s.“ –

Daran besteht kein Zweifel

In der Hamelner Südstadt gibt es seit diesem Monat ein neues Angebot: den rollenden Südstadttreff. Die Stadt Hameln lädt ab dem 25. März alle Südstadt-Bewohner zu Kaffee, Tee und Keksen ein. Das Angebot sollte eigentlich schon am 4. März starten, doch das wetter machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Nun wird der Treff stattdessen vom 25. bis 29. März, jeweils von 14. 30 bis 15.30 Uhr stattfinden. In den kommenden Monaten soll er dann auch am Wilhelmsplatz und in der Lohstraße Station machen. Es handelt sich um eine gemeinsame Aktion des Stadtteilprojekts Südstadt und des städtischen Projekts „Hameln k.a.n.(n‘)s.“ Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zum Kernteam von „Hameln k.a.n.(n‘)s.“ gehören drei Mitarbeiterinnen, die bei der Stadt Hameln angestellt sind. Zudem arbeitet ein Dolmetscher für das Projekt, der bei der Impuls gGmbH angestellt ist. So gesehen wenig Manpower, um die vielen Angebote zusätzlich zu stemmen. Zumal zu den Aufgaben des Teams nicht nur der Bereich Gemeinwesenarbeit, zu dem die Organisation von stadtteilbezogenen Veranstaltungen zählt, gehört, sondern auch das Quartiersmanagement.