Schmalzkuchen und Glühwein bis 30. Dezember

Hameln. Der Weihnachtsmarkt in Hameln wird in diesem Jahr bis zum 30. Dezember geöffnet haben. Das hat der Rat der Stadt Hameln am Mittwochabend mit großer Mehrheit beschlossen. Mit einer Einschränkung: An Heiligabend sowie am ersten und am zweiten Weihnachtstag bleibt der Weihnachtsmarkt geschlossen.

Damit kommt der Rat in großen Teilen dem Wunsch der Interessengemeinschaft Hamelner Weihnachtsmarkt e. V. nach. Ein Fachbüro hatte allerdings festgestellt, dass eine gleichzeitige Nutzung der Marktkirche für gottesdienstliche Festveranstaltungen und des laufenden Weihnachtsmarktes nicht möglich sei, da aus Brandschutzgründen mindestens vier Ausgänge der Kirche freigehalten werden müssten. Deshalb empfahl die Stadtverwaltung, den Weihnachtsmarkt über die Feiertage hinweg weiterhin geschlossen zu halten. Eine Empfehlung, der die Politik folgte. Jobst-Werner Brüggemann (CDU) merkte an, dass auch mit der damit einhergehenden Ruhe in dieser Zeit der Kirche entgegengekommen werde. Björn Lönnecker von der Ratsgruppe SPD/Die Linke hatte ebenfalls keine weiteren Einwände und begrüßte die Idee der Interessengemeinschaft. „Ich halte die Verlängerung der Öffnungszeiten für eine gute Idee, die sich hoffentlich auch gut umsetzen lässt“, sagte er.

Rüdiger Zemlin von der FDP-Fraktion befürwortete die Verlängerung ausdrücklich, da die Weihnachtszeit doch am 23. Dezember erst richtig beginne. Folglich würde er es langfristig gerne sehen, wenn der Weihnachtsmarkt bereits am 26. Dezember wieder geöffnet hätte. „Aber warten wir erst mal ab, ob die Idee aufgeht“, sagte er.

Claudia Schumann von der Fraktion Frischer Wind/Piraten sprach sich gegen die verlängerte Dauer des Weihnachtsmarktes aus. „Vier Wochen reichen aus“, meinte sie und wies darauf hin, dass sich nur eine knappe Mehrheit der Geschäftsleute der Hamelner Innenstadt für einen verlängerten Weihnachtsmarkt ausgesprochen hätte. Sven Kornfeld, der Fraktionsvorsitzende der Grünen, sagte, dass sich seine Partei mit der Vorlage „sehr schwergetan“ habe, da die innerstädtischen Veranstaltungen durchaus eine Belastung für die Anwohner darstellten. Andererseits sei der Weihnachtsmarkt nicht die stärkste Belastung, merkte er mit Blick auf das Pflasterfest an. „Wir stimmen zu, aber ich bin skeptisch, ob es klappt“, sagte er.

Die Entscheidung für die Verlängerung soll eine „langfristige Absichtserklärung“ darstellen, „um den Weihnachtsmarkt für die Zukunft neu aufzustellen“, heißt es in der Begründung des Beschlusses. Die Marktbeschicker werden mit dieser Regelung daran gebunden, bis zum Ende des Marktes mit ihren Ständen daran teilzunehmen.