Wie wir herumstromern

Hameln-Pyrmont (ey/mes/ul). Der Elektromobilität gehört die Zukunft: Noch stehen den vielen Vorteilen des elektrischen Antriebs aber Herausforderungen gegenüber. Bisher gilt eine unzureichende Lade-Infrastruktur als ein Haupthindernis beim Ausbau der Elektromobilität. Trotz kräftiger Steigerungsraten bei den Neuzulassungen gibt es weiterhin wenige E-Autos auf deutschen Straßen. Immerhin steigt die Zahl der Ladestationen in Hameln-Pyrmont.

Das Netz von Ladestationen für Elektroautos wird nach Angaben der Strombranche stetig ausgebaut. Nach einer Auswertung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gibt es in Deutschland inzwischen mehr als 16100 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte. Die Neuzulassungen von Elektroautos waren zuletzt aber deutlich gestiegen. Im Landkreis Hameln-Pyrmont stehen Besitzern von E-Autos ebenfalls etliche Ladepunkte zur Verfügung. Jeden einzelnen herauszufinden, ist gar nicht so einfach, weil es unterschiedliche Betreiber gibt – von Stromanbietern über Autohäuser bis hin zu Privatpersonen.

Hameln In stehen die Weichen auf E-Zukunft: Bereits seit 2011 bieten die Stadtwerke mit ihrer E-Ladestation vor dem Kundencenter an der Hafenstraße die Möglichkeit, E-Mobile zu laden – und das sogar mit Ökostrom. Im Dezember 2015 ging eine weitere öffentlich zugängliche Ladesäule für E-Autos in Betrieb: die Schnellladesäule an der Hochschule Weserbergland. 2018 kamen vier weitere Ladestationen dazu. Die Standorte im Detail:

Kastanienwall (gegenüber Rathaus): Schnellladesäule für AC/DC-Ladung für verschiedene Steckertypen: 1x Typ 2, 1x CCS, 1x CHAdeMO.

Am Posthof (Wendehammer): Schnellladesäule für AC/DC-Ladung für verschiedene Steckertypen: 1x Typ 2, 1x CCS, 1x CHAdeMO.

Erichstraße (Ecke Thiewall): Schnellladesäule für AC/DC-Ladung für verschiedene Steckertypen: 1x Typ 2, 1x CCS, 1x CHAdeMO.

Bahnhof (Wendehammer): Schnellladesäule für AC/DC-Ladung für verschiedene Steckertypen: 1x Typ 2, 1x CCS, 1x CHAdeMO.

Hochschule Weserbergland, Am Stockhof 2 (Eingang): Schnellladesäule für AC/DC-Ladung für verschiedene Steckertypen: 1x Typ 2, 1x CCS, 1x CHAdeMO.

Stadtwerke Hameln, Hafenstraße 14 (Parkplatz Kundencenter): Normalladesäule für AC-Ladung, verschiedene Steckertypen: 2x Typ 2, 2x Schuko.

Andere Anbieter sind in Hameln ebenso vertreten; so gibt es zum Beispiel eine Ladestation am Multimarkt in Klein Berkel, Werkstraße 17, bei Lidl am Reimerdeskamp und eine am Rattenfängerhotel Berkeler Warte – Letztere nur für Gäste.

Bad Pyrmont In stehen gleich sechs Ladestationen mit je zwei Ladepunkten bereit, gibt Jörg Matusczyk von den Stadtwerken als Betreiber Auskunft. Hier:

Hufelandtherme

Parkhaus

Stadtwerke

Marktplatz

Infozentrum

Rewe Schillerstraße

Coppenbrügge Salzhemmendorf Gerrit Ziech vom Ordnungsamt der Gemeinde weiß von einer Ladesäule an der Werner-Düwel-Straße auf dem Parkplatz beim Ordnungsamt in Coppenbrügge. Westfalen Weser habe sie aufgebaut. Aus heißt es: „Um die Idee des Elektroautos weiter in Fahrt zu bringen und die Alltagstauglichkeit zu fördern, haben der Flecken und die kommunale Westfalen Weser Energie-Gruppe in der Hauptstraße auf dem Parkplatz/Ecke alter Bahnhof gemeinsam eine Ladestation mit zwei Ladepunkten aufgestellt.“ Weitere Stationen seien zurzeit noch nicht konkret in Planung, fügt Rathaus-Sprecherin Simone Winkler hinzu.

Emmerthal Aerzen Hessisch Oldendorf In kann das E-Auto am Ohrberg 1 (Solarforschungsinstitut Hameln), bei Edeka in der Hauptstraße 55 und am Grohnder Fährhaus aufgeladen werden. Auch hat Ladestationen zu bieten. Sie befinden sich an der Domänenburg in der Burgstraße 1 sowie beim Schlosshotel Münchhausen in Schwöbber. Bleibt noch : Bislang gibt es keine Ladesäule für E-Autos. „Aber wir arbeiten dran – in Zusammenarbeit mit unserem neuen Netzbetreiber, den Stadtwerken Hameln. Die kennen sich damit aus, das ist unser Vorteil“, sagt Heiko Wiebusch, Fachbereichsleiter im Rathaus der Stadt.

Übrigens: Ganz aktuell, will der Staat Elektroautos und, wie es heißt, „andere weniger umweltschädliche Verkehrsmittel“ steuerlich besserstellen. Das Bundeskabinett hat dazu vergangenen Mittwoch ein Subventionspaket beschlossen.