Licht und Schatten

Bad Pyrmont (mes). Und der Himmel öffnete seine Schleusen – ausgerechnet am vergangenen Sonntag, zum Ausklang des Pyrmonter Sommers und dem traditionellen Goldenen Sonntag, meinte es Petrus weniger gut mit Publikum und Veranstalter. „Es war schon traurig, dass es gegen 13.30 Uhr anfing zu regnen“, gibt Silke Schauer zu. Und das zwei ganze Stunden lang – genau in dem Zeitfenster, wo sich die Leute überlegen, ob sie zu einer Open-Air-Veranstaltung kommen oder nicht, fügt die Marketing- und Veranstaltungsleiterin des Staatsbades Pyrmont hinzu. Und so sei es vor allem zu Beginn des Goldenen Sonntags leerer im Kurpark gewesen als normalerweise. „Die Besucher haben trotzdem tapfer vor den Bühnen mit ihren Regenschirmen durchgehalten“, sagt Silke Schauer. Nach und nach habe sich das Gelände dann noch gefüllt. Trotzdem: Am Ende steht eine Besucherzahl von etwa 6000; im vergangenen Jahr waren noch 7500 Gäste gezählt worden.

Abgesehen davon ist Silke Schauer „zufrieden“. Für sie sei der Goldene Sonntag „eine der schönsten Illuminationen, die wir je hatten“ gewesen. Einige Lampions hätten von „unserem tollen Team“ nach dem Regen gegen 16 Uhr ausgetauscht werden müssen, aber auch das habe reibungslos funktioniert. Die beiden Livebands am Goldfischteich seien sehr gut angekommen; es habe viel positive Resonanz gegeben, freut sich Silke Schauer über das „verjüngte Programm“. Die belgischen Akrobatikkünstler, die spanischen Puppenspieler, der Foto-Bus – die ausgesuchten Acts und Aktionen seien allesamt sehr gut ausgewählt gewesen. „Das Programm war einfach super!“, resümiert sie.

Der Goldene Sonntag bildet jedes Jahr auch den offiziellen Abschluss des Pyrmonter Sommers. Und auch während dieser Wochen zeigte sich das Wetter nicht immer von seiner freundlichen Seite. „Getroffen hat das einige Vorstellungen der Pyrmonter Theater Companie im Schlosshof – einmal wurde verschoben, einmal abgebrochen“, erinnert sich Silke Schauer. „Das macht keinen Spaß – weder den Zuschauern noch den Akteuren noch dem Veranstalter.“ Nichtsdestotrotz sei es ein „guter“ Pyrmonter Sommer gewesen. Gefragt nach ihren persönlichen Highlights, muss die Fachfrau nicht lange überlegen: „Free Vivaldi war so ein Highlight, das Kleine Fest war ein Traum und Eva Mattes und Etta Scollo bescherten uns einen sehr hochwertigen Abend.“