Die nächste Grippe kommt bestimmt…

Hameln-Pyrmont (ey). „Die nächste Grippe kommt bestimmt, nur nicht zu dem, der Thymian nimmt…“ – Nein, so einfach, wie uns die Weisheit althergebrachter Zeit kündet, ist die Grippe sicher nicht fernzuhalten, wobei Thymian und Salbei ohne Zweifel gut für die Gesundheit sind. Gegen Grippe dürften aber auch die Heilkräuter machtlos sein, also gilt: impfen lassen! Und da drängt fast schon wieder die Zeit, obwohl doch noch September ist.

Gefährdet sind Menschen

mit chronischen Krankheiten

Aber wer zu spät kommt, den bestraft das Virus. Wer sich schützen will, dem empfehlen Experten, sich rechtzeitig im Herbst impfen zu lassen. Die Kosten dafür tragen die gesetzlichen Krankenkassen. „Die jährliche Grippeschutzimpfung wird empfohlen für Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie für über 60-Jährige und medizinisches Personal“, sagt Landkreis-Sprecherin Nikola Stasko. „Neben den vier Hauptzielgruppen wird die Impfung auch allen Menschen mit erhöhtem eigenen Ansteckungsrisiko oder gefährdeten Personen im nahen Umfeld empfohlen“, fügt sie hinzu.

Die Grippeimpfung schützt zuverlässig vor einer Erkrankung, wenn rechtzeitig gegen die richtigen Viren geimpft wird. Das Problem: Weil sich die Virenstämme sehr häufig verändern, ist es wichtig, sich jährlich neu impfen zu lassen. Jede Impfung fordert das Immunsystem. Deshalb sollten Geimpfte zum Impftermin gesund sein. Wer bereits an einer Grippe erkrankt ist, dem hilft die Impfung nicht mehr.

Vor der Impfung steht eine Untersuchung beim Arzt an. Er berät Interessierte, ob eine Impfung für sie notwendig ist. Allgemein gilt, dass sich vor allem Personen ab 60 Jahren und Menschen mit chronischen Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, Herzerkrankungen oder Asthma, impfen lassen sollten, empfiehlt zum Beispiel die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Ebenfalls sinnvoll ist die Impfung für Personen, die andere pflegen und für Menschen, die Berufe ausüben, bei denen die Ansteckungsgefahr groß ist.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung bei Kindern nur, wenn sie an einer Grunderkrankung, etwa einer chronischen Krankheit der Atmungsorgane, leiden und deshalb besonders gefährdet sind, schwer zu erkranken.

Und dann heißt es noch: Ansteckung vermeiden! Ein intaktes Immunsystem kann sich gegen Grippeviren wehren. Vor allem dann, wenn es aktiv unterstützt wird. Grippe wird – wie auch Schnupfen – über eine Tröpfcheninfektion ausgelöst. Wer einer Ansteckung vorbeugen möchte, sollte deshalb häufig gründlich Hände waschen, große Menschenansammlungen meiden, das Händeschütteln bei Begrüßungen durch ein freundliches Kopfnicken ersetzen und sich vor allem möglichst nicht anniesen lassen.

Und vielleicht noch Thymiantee trinken…