Alles im Lot auf dem Werder – und Tausende schauen zu

Hameln (kk). Auch wenn schon lange, für zahllose Passanten sichtbar, gebaut wurde: Der Grundstein für das neue Gebäude auf der Werderinsel wurde erst in den vergangenen Tagen gelegt. Die Hameln Pharma Plus GmbH hat mit ihren Mitarbeitern sowie Gästen aus Politik und Wirtschaft diesen besonderen Moment zelebriert. In gut einem Jahr soll das Haus bewohnt und Hamelns womöglich am meisten angeschaute Baustelle, an der jeden Tag Tausende Menschen vorbeifahren, Fußgänger stehen bleiben und Fotos schießen, passé sein.

Dem Umzug Mitte 2020

steht nichts im Wege

„Dem Umzug Mitte 2020 sehen wir alle mit großer Freude entgegen“, sagt Firmeninhaber Christoph Kerstein. Gemeinsam mit Architekt Andreas von Schilgen und Mitarbeitern der Baufirma mauerte der Bauherr die Zeitkapsel ein. Kerstein betonte, es sei „der Anspruch aller, auf diesem exponierten Gelände ein modernes Haus zu schaffen“.

Auf insgesamt 2500 Quadratmetern entstehen die neuen Räumlichkeiten für die Hameln Pharma Plus GmbH mit ihren 48 Mitarbeitern am Standort Hameln sowie zusätzlich zwei weitere Büroflächen und drei Wohnungen. Seit der Genehmigung des Bauantrags im Mai 2018 hat sich auf der Werderinsel einiges getan: Nach dem Rückbau der Fundamente des alten Bestandsgebäudes bis auf Weserniveau, fiel der Startschuss für den Hochbau im Mai dieses Jahres.

Inzwischen ist bereits die Parkgarage in ihren Grundfesten erbaut, die erste Etage ist schon gut zu erkennen. Drei Geschosse entstehen; eine große Glasfront ermöglicht die Aussicht auf den Klüt. Die 57 Parkplätze werden ausschließlich den Mitarbeitern, Mietern und späteren Anwohnern zur Verfügung stehen. „Anfragen für die Wohnungen haben wir bereits, da aber die finale Planung des Layouts noch nicht abgeschlossen ist, gibt es bis dato auch noch keine unterzeichneten Verträge“, sagt Unternehmenssprecherin Kathy Brand.

Mit dem Innenausbau soll Anfang 2020 begonnen werden; die Planungen der ausführenden „fsvs“-Architekten Schmalisch und von Schilgen liegen im Zeitplan. Weitere Verzögerungen, wie etwa durch die Stahlteile, die auf dem Gelände verbaut waren, erwarten die Planer bei der Fertigstellung des Rohbaus und Innenausbaus nicht. Stolz sind die Architekten und Christoph Kerstein, dass für den Rohbau mit Ausnahme der besonders aufwendigen Spezialtiefgründung alle Aufträge an regionale Handwerksbetriebe und Dienstleister vergeben wurden.

Übrigens: Die rund 100 alten Holzpfähle, die auf der Baustelle gefunden wurden, werden komplett aufgearbeitet „und in irgendeiner Art und Weise in dem neuen Gebäude Verwendung finden“, so Andreas von Schilgen.