(Un-)Christliche Zeiten?

Hameln-Pyrmont (mes). Darf‘s ein bisschen mehr sein? Nicht nur, dass kommende Woche zahlreiche Weihnachtsmärkte starten – in Hameln und Bad Pyrmont werden Besucher in diesem Jahr sogar ein paar Tage länger verwöhnt: Glühwein, Lumumba, Schmalzkuchen und gebrannte Mandeln locken bis zum Jahresende.

Bad Pyrmont eröffnet in diesem Jahr den Reigen, lockt bereits ab Montag, 25. November, gleich nach Totensonntag mit seinem Budenzauber auf dem Brunnenplatz. Bewährt hat sich auch das umfangreiche Programm, das den Weihnachtsmarkt in der Kurstadt begleitet. Zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte stimmen die Besucher auf die Weihnachtszeit ein. Unumstrittener Höhepunkt ist auch in diesem Jahr wieder das Zar Peter Winter-Weihnachts-Wochenende (13. bis 15. Dezember) mit Teezeremonie, Märchenstunde, lebendigem Schaufenster, historischem Festumzug, Lichtertanz und Damenwalzer. Weitere Höhepunkte sind unter anderem die offizielle Eröffnung Montag, 25. November, um 18 Uhr mit Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome, Kurdirektor Dr. Maik Fischer, dem Vorstand der Werbegemeinschaft und einem Live-Auftritt von „Unforgettable“ – Heike Bailey & Thomas Klenke –, von „Ann & The Poor Boys“, von „The Busquitos“ und den „Original Swingenden Weihnachtsmänner Jankeje“.

Der Bad Pyrmonter Weihnachtsmarkt ist täglich von 11 bis 20 Uhr (freitags und samstags bis 21 Uhr) bis einschließlich Montag, 23. Dezember, geöffnet. Und während die Buden am 24. und 25. Dezember eine Verschnaufpause einlegen, ist dann vom 26. bis 30. Dezember nochmals täglich von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Dies hat die Werbegemeinschaft so entschieden. „Aufgrund der positiven Resonanz und vielen Nachfragen geht der Markt bis zum 30. Dezember in die Verlängerung“, teilte der Vorsitzende Helmut Fahle Ende Oktober mit.

Auch in Hameln setzt man auf die Verlängerung des Weihnachtsmarktes in der Altstadt. Öffnet das Budendorf erstmalig Mittwoch, 27. Dezember, so ist zum Fest der Feste noch lange nicht Schluss. Denn auch hier bleibt der Budenzauber bis zum 30. Dezember bestehen. Im Gegensatz zu Bad Pyrmont schließt er aber nicht nur an Heiligabend und dem ersten Feiertag, sondern bleibt auch am 26. Dezember geschlossen. Zeit genug also, sich an über 70 Ständen zu treffen, zu klönen und sich ein Heißgetränk oder die ein oder andere süße oder herzhafte Leckerei zu gönnen. Neben den zahlreichen weihnachtlichen Highlights, wie der 16 Meter hohen Pyramide, dem riesigen Adventskalender und der wundervollen Tanne, schafft die Rattenfängerstadt Alleinstellungsmerkmale und nimmt immer wieder Bezug auf die allgegenwärtige Rattenfängersage – sei es durch strahlende Deko-Elemente oder geheimnisvolle Programmpunkte. So ist auch für dieses Jahr eine „Mystische Nacht“ geplant. Samstag, 30. November, werden sagenhafte Wesen von oben auf die Besucher herabschauen. Sie schreiten ab 20 Uhr durch die Gassen und versetzen den beschaulichen Markt ins Staunen. Das Spektakel endet mit einer großen Feuershow ab 22 Uhr, direkt hinter der großen Pyramide am Pferdemarkt.

Die Entscheidung für die Verlängerung des Marktes soll eine „langfristige Absichtserklärung“ darstellen, „um den Weihnachtsmarkt für die Zukunft neu aufzustellen“, hieß es seinerzeit in der Begründung des Beschlusses, der ddiesen Sommer im Rat gefasst wurde. Die Marktbeschicker sind mit dieser Regelung daran gebunden, bis zum Ende des Marktes mit ihren Ständen teilzunehmen.