Hameln. Wie gut die Kommunikation zwischen Mensch und Hund funktionier, konnten die Zuschauer am 27. März auf dem Übungsplatz des Polizeihundevereins Hameln kurz PHV Hameln von 1920 beobachten. Bei dem Wettbewerb „Rally Obedience“ steht die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Hund im Vordergrund. Der Hundebesitzer darf und soll sich körpersprachlich, verbal oder per Handzeichen mit seinem Vierbeiner verständigen.
100 Punkte hatte die Wertungsrichterin Christine Baumhoff für jedes Team mitgebracht, die sie aber leider nicht vollständig verteilen konnte. Im Turnierstress schlichen sich einige Fehler ein, die zu entsprechenden Punktabzügen führten. Je nach Übungsstand, Nervenkostüm und Tagesform von Hund und/oder Hundeführer*in musste die Richterin mal viele, meistens aber nur wenige Punkte abziehen. Für insgesamt acht der 60 Mensch-Hund-Teams in den fünf Leistungsklassen konnte sie die 100 Punkte komplett vergeben. Das spricht dafür, dass die Übungsschilder von der Richterin fair zusammengestellt waren und dass diese Hundesportler*innen nicht nur das Können, sondern auch die für den Turniererfolg erforderliche Nervenstärke mitgebracht hatten. So war es der Fall bei Tomke Purucker mit Balou (Platz 1) und Rabea Hartmann mit Ronja (Platz 2) vom PHV Hameln, die in der Klasse „Beginner“ die volle Punktzahl erreichten. Tomke war jedoch 19 Sekunden schneller und sicherte sich damit den Platz ganz oben auf dem Treppchen. Beide Hundesportler haben sich mit ihrer Leistung auf Anhieb für den Aufstieg in die nächsthöhere Leistungsklasse (Klasse 1) qualifiziert. Dieser Schritt gelang auch Wolfgang Gerbermann und Tessa mit 98 Punkten und Natascha Möller und Joy mit 96 Punkten.
Nach zweijähriger Corona-Pause war bei den Hundesportlern die Freude groß, endlich wieder ein Turnier ausrichten und erleben zu dürfen. 60 Teilnehmer*innen waren mit ihren Hunden in einer der fünf Leistungsklassen angemeldet.
Bei „Rally Obedience“ kommt es auf eine exakte Ausführung der Übungen an, bei gleicher Punktzahl entscheidet die Schnelligkeit über die Platzierung. Die Mensch-Hund-Teams durchlaufen eine Strecke mit Stationen, an denen Schilder dem Team vorgeben, was zu tun ist. Es sind Übungen wie „Sitz“, „Platz“ und „Steh“ und Kombinationen aus diesen Elementen. Dazu kommen verschiedene Richtungsänderungen, Tempowechsel, und Rückwärtsgehen. In den Klassen 2 und 3 muss der Hund Hürden überspringen, wobei kein Hund überfordert wird, weil die Sprunghöhe seiner Körperhöhe angepasst wird. Eine spannende Übung ist der Slalom mit Ablenkung, bei der der Hund an gefüllten Futternäpfen und Hundespielzeug vorbeigeführt wird – Schnuppern ist dabei nicht erlaubt.
Rally Obedience ist eine Hundesportart für fast jedes Hund-Mensch-Team. Wer Lust zu Gehorsamsübungen mit seinem Hund hat, die über die üblichen Kommandos wie „Sitz“ und „Platz“ hinausgehen, kann sich gern samstags um 14 Uhr beim Training auf dem Hundesportplatz im Weserbogen (Wallbaumstraße) beim Trainerteam des PHV Hameln weitere Informationen holen.
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