Buchhagen (bor). Ein kleines Jubiläum konnte jüngst der Kreisschützenverband (KSV) Holzminden e.V. in der Gastronomie Mittendorf feiern. Allerdings wäre feiern zu viel gesagt, denn es war eine Tagung, die 70. des höchsten Gremiums im Kreisschützenverband, zu der sich insgesamt 102 stimmberechtigte Schützinnen und Schützen aus den 54 Schießsport treibenden Vereinen des Landkreises Holzminden trafen.
Für den Präsidenten des Kreisschützenverbandes, Holger Pramann, war es nach zwei Jahren mit Corona-Einschränkungen, explodierenden Energiepreisen, einer Inflation in ungeheurem Ausmaß und einem Krieg vor der Haustür Europas ein schwieriges Jahr. Denn auch Pramann und sein Präsidium wissen um die Schwierigkeiten, mit welchen die Schützenvereine als Besitzer und damit Verantwortlichen von Schützenhäusern zu kämpfen haben.
Dazu kommt noch die Novellierung des Waffenrechts. Das Waffenrecht bleibt Thema in der Politik. Immer wenn etwas geschieht, wobei jemand unerlaubt an eine Waffe gelangt, fühlten sich Sportschützen unter Generalverdacht gestellt. „Glaubt denn irgendein Politiker, dass jemand der eine Straftat begehen will, vorher eine Waffenbesitzkarte beantragt, um die benötigte Waffe legal zu erwerben? „Im Koalitionsvertrag steht, man wolle bereits bestehende Kontrollmöglichkeiten gemeinsam mit den Schützen- und Jagdverbänden effektiver gestalten. Diesen Vertrag scheint die Innenministerin nicht zu kennen. Wie sonst wäre es zu erklären, warum sie mit unverhältnismäßigen Forderungen, die zudem keinen Gewinn für die öffentliche Sicherheit darstellen, vorprescht“, wetterte der Kreisschützenpräsident verärgert und erntete dafür Beifall von den betroffenen Sportschützen.
Leider sei auch in Kreisschützenverband Holzminden ein rückläufiger Mitgliederbestand auf nun 3087 zu verzeichnen, erklärte Pramann den Kreisdelegierten. Auch wenn benachbarte Kreisverbände Sparten, wie Darts oder das „Schießen“ mit dem Blasrohr anböten, sei dies nur als Ergänzung zu verstehen. „Versuchen wir also weiterhin gemeinsam viele Menschen für unser schönes Hobby zu begeistern und stehen dazu neuen Wegen offen, denn wir sind die, die schon immer Tradition und Fortschritt in unserem Land verkörpert und sich dabei noch nie vor Neuerungen gescheut haben“ meinte Holger Pramann.
Der Kreisschützenball wird am 11.November 2023 wieder in der Gastronomie Mittendorf stattfinden, erklärte Holger Pramann den Delegierten. Dieses Jahr aber mit einer anderen Band.
KSV-Präsident Pramann dankte dem Landkreis Holzminden und dem Kreissportbund Holzminden für die Förderung der Sportleiter. Für den Kreissportbund Holzminden wohnte dessen Geschäftsführer Steve Sander als Gast der Delegiertenversammlung bei und wies die Delegierten und Vorstände noch einmal auf die Möglichkeiten der Übungsleiterförderung sowie auf den Erhalt von Zuschüssen zu den Energiekosten der Vereine hin. Für ihre Verdienste um den Kreissportbund Holzminden zeichnete Sander zusammen mit Jürgen Sienk, dem Beauftragten für Ehrungen beim KSB Matthias Spröttge aus Grünenplan mit der bronzenen Verdienstnadel aus. Silke Mevers (Holzen), Liane Hampel (Eschershausen) und Jürgen Twele (Deensen) erhielten die Stufe Gold.
Aber auch der Präsident des KSV Holzminden konnte einige der über 3000 Schützinnen und Schützen aus dem Landkreis Holzminden auszeichnen:
Die Verdienstnadel in Bronze des Niedersächsischen Sportschützenverbandes (NSSV) erhielten Michael Feist (Stadtoldendorf), Simone Schulz-Sunke (SV Daspe-Hehlen), Holger Decker (LWS Holzminden), Carsten Jaciob (SV Dielmissen), Dirk Verwohlt (SV 1862 Stadtoldendorf) und Helmut Wuttke (BSGi Stadtoldendorf). Mit Silber zeichnete er Heinz-Dieter Schüemann (SC Rühle), Kai Zimmermann (KSV Derental), Jochen Droste (SGi Golmbach), Detlef Gerke (SGM Holzminden) und Artur Ostaptschuk (SGem. Boffzen) für ihre Verdienste aus. Die Verdienstnadel in Gold ziert nun das Revers von Silke Mevers (KSV Holzminden), Rainer Schärfke (SC Grünenplan), Ludwig Brockmann (SV Horrido Halle), Hayo Hausmann jun. (KSV Holzminden), Ralph Schmittmann (SV Holzen) und Uwe Bost (1. Unif. BSK Holzminden).
Und dann erfuhren zwei verdiente Mitglieder eine besondere Ehrung. Der langjährige Rundenwettkampfleiter des KSV, Harald Ude aus Eimen wurde mit der goldenen Verdienstnadel des Deutschen Schützenbundes ausgezeichnet, während die Geschäftsführerin des Kreisschützenverband Holzminden, Liane Hampel für ihre unermüdliche Arbeit um das Deutsche Schützenwesen mit dem seltenen Ehrenkreuz in Bronze des Deutschen Schützenbundes überrascht wurde.
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