Grohnde (hek). Der Förderverein vom Museum für Landtechnik und Landarbeit zog nicht nur eine überaus positive Bilanz für das vergangene Jahr, er sieht sich sowohl personell als auch finanziell für die nächsten Herausforderungen bestens aufgestellt.

Der Förderverein ist anders als andere Vereine. Zumindest in der Mitgliederversammlung konnte dieser Eindruck gewonnen werden. Denn der Platz im Museumscafé reichte kaum aus, für die anwesenden Mitglieder, und so bot das Treffen ein völlig ungewohntes Bild, klagen doch die meisten Vereine über schwindendes Interesse an der Clubarbeit und zumeist überaus schlechten Besuch ihrer Jahreshauptversammlungen.

„Wir sind sehr froh“, betonte Fördervereins-Vorsitzender Rolf Keller, „dass wir so viele engagierte und hilfsbereite Mitglieder haben.“ Ohne sie könnte die vielfältige Arbeit kaum bewältigt werden und das Museumsdorf in Niederbörry nicht ständig attraktiver werden. Keller: „Wir sind auf einem guten Weg. Das bestätigen die wachsenden Besucherzahlen und gebuchten Führungen sowie unsere durchweg bestens angenommenen Veranstaltungen.“

Von denen wird es auch in diesem Jahr jede Menge geben. So stehen der Handwerkermarkt am 11. Juni, die Nacht der Museen (17. Juni), das Rasenmähertreckerrennen (27.August), das Erntefest (24. September) und der Adventsmarkt am 1. Dezember wieder im Programm.

Bereits an diesem Samstag, 1. April, startet die neue Saison. Dabei können sich die Besucher auf zahlreiche neue Ausstellungsstücke freuen. Wie Museumswart Dieter Brockmann berichtete, konnte in den vergangenen Wochen durch Spenden und Ankäufe die Schatzsammlung vergrößert werden. So durch einen 1903 in Emmerthal gefertigten und nun von einer Paderbornerin dem Museum überlassenen wertvollen Schrank. Auch ein  Schäferstab und antike Haushaltsgegenstände sind neu in der Sammlung.

Mit Brockmann freuen sich alle Verantwortlichen auf die neue Saison: „Wir haben schon etliche Buchungen für Gruppenführungen, und auch das Interesse an Hochzeitsfeiern im Museum steigt“. Vor allem immer mehr Schulklassen interessieren sich für das Museum mit den vielen, die Landtechnik und Landarbeit von einst dokumentierenden Exponaten.

Dabei geht der Verein trotz ständig erforderlicher Reparaturmaßnahmen ohne finanzielle Not in die neue Saison. Der Kassenbericht von Schatzmeister Axel Bohne weist ein Guthaben von gut 16000 Euro aus. Von diesem dürfte die Neuanlegung von Wegen auf dem Museumsgelände und Dacherneuerungen einen Großteil verschlingen.

Angesichts einer insgesamt so positiven Bilanz konnten auch die Grußworte nur wie Lobeshymnen klingen. Der stellvertretende Gemeindebürgermeister James Palmer dankte ebenso wie Reinhard Feyer für den Ortsrat den 120 Vereinsmitgliedern für ihr großes nicht selbstverständliches Engagement. „Hier ist ein jeder mit Herzblut dabei“, stellte Palmer fest. Und: „Emmerthal kann sich glücklich schätzen, eine solche Attraktion zu haben“.

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