Hameln. Insgesamt 19 Mitglieder des Köchevereins Hameln-Bad Pyrmont haben einen Ausflug nach Potsdam und Berlin gemacht.
Thomas Ellmer, Vorsitzender des hiesigen Köchevereins, hatte gemeinsam mit dem Vorstand ein umfangreiches Programm für dieses Wochenende zusammengestellt. Auf Einladung von Johannes Schraps (MdB) konnten die Köche den Bundestag von innen sehen. Bei der Führung durch das Parlamentsgebäude erfuhren die Hamelner Gäste u.a., dass der Bundesadler an der Rückseite des Plenarsaales, auch fette Henne genannt, ca. 58 m² groß ist, was ein Hammelsprung ist und dass die Stenographen bei ihrer Arbeit alle 30 Minuten wechseln. Viele Zwischenfragen konnten beantwortet werden.
Für etwas Unmut sorgte bei den Besuchern aus Hameln, dass Johannes Schraps aufgrund der sitzungsfreien Woche nicht anwesend war – er wurde aber von seinen Mitarbeitern fachkundig vertreten. Die MdB sind nur 22 Wochen/Jahr in Berlin, die restlichen Wochen des Jahres sind sie mit Terminen in ihren jeweiligen Wahlkreisen unterwegs.
Nach einem Rundgang hinauf auf die Kuppel des Bundestages mit einem herrlichen Blick über die Hauptstadt endete die Besichtigung des deutschen Parlamentes und die Gruppe machte sich auf zu ihrem Hotel in Potsdam.
Wie schön die ehemalige Residenzstadt der Könige von Preußen mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten ist, äußerten die Besucher aus der Rattenfängerstadt mehrmals. Ob es nun das Marmorpalais im Neuen Garten oder Schloss Sanssouci waren, überall ist die preußische Lebenskultur deutlich sichtbar, aber eben auch Prunk und Pomp, aufwändige Marmorelemente, edle Parkettböden, barocke oder klassizistische Supraporten, Gold und Schmuckstücke, soweit das Auge reicht.
Im Schloss Cecilienhof tauchten die Besucher aus Hameln in die deutsche Geschichte ein. Fand hier doch vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 das Gipfeltreffen der Siegermächte nach dem 2. Weltkrieg statt. Während dieser sog. Potsdamer Konferenz legten die „großen Drei“, der amerikanische Präsident Harry S. Truman, die britischen Premierminister Winston Churchill bzw. Clement Attlee und der sowjetische Staatschef Josef Stalin die Nachkriegsordnung Deutschlands fest.
Die Teilung Deutschlands war insofern eine indirekte Folge der Potsdamer Konferenz. In diesem Zusammenhang durfte natürlich ein Besuch der Glienicker Brücke nicht fehlen: während des Kalten Krieges wurde die Glienicker Brücke mehrfach zum Austausch von Agenten und Gefangenen zwischen dem Osten und dem Westen genutzt, da sie als besonders leicht zu überwachen galt.
Ein Gang durch das Holländische Viertel mit einer Besichtigung der drei erhaltenen Stadttore Potsdams – des Brandenburger-, des Jäger- und des Nauener Tores – rundete mit einem Aufenthalt im Café „La Maison du Chocolat“ den Besuch der Hamelner Köche und Köchinnen in der brandenburgischen Landeshauptstadt ab.
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