Bad Pyrmont. 30 Mitglieder des Museumsvereins Bad Pyrmont haben sich mal wieder auf eine heimatkundliche Exkursion begeben und am 18. Oktober eines der ältesten Damenstifte der Region besucht: Das Stift Fischbeck im Landkreis Hameln-Pyrmont ist mit seiner mehr als 1000-jährigen Geschichte, der romanischen Bauform und der Geschlossenheit seiner Anlage ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Als das Stift im Jahr 955 von der Edelfrau Helmburgis gegründet wurde, galt es als Zufluchtsort für jungfräuliche Damen des Adels, die ihre Mitgift in Form von Geld mitbrachten und so den Wohlstand des Stifts sicherten. Seit dieser Zeit bis heute leben ununterbrochen Frauen an diesem Ort und erhalten so die Tradition aufrecht.

In den Führungen erfuhren die Mitglieder viele weitere Details, zum Beispiel dass schon der spätere Kaiser Otto das Stift bei Gründung unter seinen Schutz stellte und 1904 niemand Geringeres als Kaiser Wilhelm II. durch eine großzügige Spende weitere Sanierungsmaßnahmen ermöglichte.

Die Gruppe war besonders von der reich ausgeschmückten dreischiffigen Stiftskirche mit Krypta und Westflügel fasziniert. Der Wandteppich im Damenchor gehörte zu den besonderen Schätzen des Stiftes Fischbeck. Das Original wurde 1583 gewirkt und erzählt in sechs Bildern anschaulich die Gründungslegende. Seit 2022 hängt dort eine sehr aufwendige Replik, da am Original zunehmend der Zahn der Zeit nagte und der Erhalt auch durch ständige Sanierungen, Reinigungen nicht mehr gesichert werden konnte. Die Führungen endeten im wunderschönen, historischen Garten des Stifts, der bestätigte, dass es sich um einen ganz besonderen Ort handelt. Danach ließ die Gruppe den Nachmittag entspannt bei Kaffee und Kuchen im Café am Stift ausklingen.

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