Hameln-Pyrmont. Die Kreisverkehrswacht Hameln-Pyrmont e.V., ein gemeinnütziger Verein, der sich bereits seit über 50 Jahren um die Hebung der Verkehrssicherheit im gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont kümmert, hatte in diesem Jahr zu seiner Mitgliederversammlung in den Saal der Domänenburg in Aerzen eingeladen. Die Versammlung fand unter der Beachtung der Covid-bedingten 3-G-Regel am 15. September für Vereinsmitglieder und Fachpublikum als Gäste statt.

Der Erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Herbert Seutemann, erinnerte in einer Gedenkminute an das am 24. Juli dieses Jahres verstorbene, langjährige verdiente Vereinsmitglied Helmut Bläsche mit einem kurzen Abriss dessen Wirkens im Verein. Im Anschluss daran folgten notwendige vereinsrechtliche Regularien, wie der durch den Geschäftsführer des Vereins vorgetragene Geschäftsbericht oder die Vorstandswahlen. Die Ehrung von Adelheid Weber aus Hameln als bewährte Kraftfahrerin für 50 Jahre unfallfreie Teilnahme am Straßenverkehr ergänzten diesen Teil der Versammlung.

Der Verein konnte zu der Veranstaltung als Hauptreferenten den Apl Prof. Dr. Peter Pez gewinnen, der deutschlandweit Verkehrsplaner zum Thema Radfahrer im Straßenverkehr berät. Prof. Pez erreichte Hameln mit der Bahn. Vom Bahnhof in Hameln zum Veranstaltungsort, der Domänenburg in Aerzen, fuhr er dann auf seinem mitgebrachten Fahrrad. Der Experte forscht an der Leuphana-Universität Lüneburg zu dem Thema „Rad fahren – aber sicher“ und referierte dazu in einem lebhaft vorgetragenen, interessanten Vortrag, in dessen Fokus nicht nur das verkehrsbaulich sichere Radfahren stand.

Pez zeigte Möglichkeiten auf, Verläufe von Radwegen abseits der Hauptverkehrsadern zu planen und gleichzeitig durch eine für den Radler störungsarme Streckenführung den Anreiz für ein Umsteigen vom Kfz auf das Fahrrad zu erhöhen. Durch Forschungsergebnisse untermauerte Prof. Pez zudem die Bereitschaft der Fahrradfahrer eine vertretbar längere Streckenführung des Weges zum Ziel in Kauf zu nehmen, wenn dadurch das Radeln auf dem verlängerten Weg weniger durch Verkehrszeichen, Ampeln oder Straßenquerungen unterbrochen werde. Ein zusätzlicher Anreiz für das Radfahren sei dann noch eine landschaftliche ansprechende Streckenführung. Prof. Pez sprach in dem Zusammenhang von „Schönradwegen“.

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