Hameln. Daniel Bredemeier, Karin Kellerer und Martin K. Heinke hatten am Freitag partei- und organisationsübergreifend Hamelner Bürger eingeladen, auf dem Rathausplatz über die derzeitige Radfahrsituation zu diskutieren. Fast 20 Radler waren dem Aufruf gefolgt. Auch Hagen Langosch (Bündnis 90 Die Grünen) und Gerd Paschwitz (CDU) nahmen an dem Treffen mit ihren Rädern teil.
Den Initiatoren geht es um die Frage, was sie gemeinsam mit der Stadt Hameln tun können, um in Hameln und den angrenzenden Ortsteilen sicherer und komfortabler Fahrrad fahren zu können. Ideen und Anregungen, die über den Fahrradbeauftragten der Stadt Hameln an die Verantwortlichen der Stadt herangetragen werden sollen, wurden diskutiert und gesammelt. Auf einer Strecke von rund acht Kilometern fuhr die Gruppe quer durch Hameln und ließ dabei auch nicht die Kaiserstraße und den Ostertorwall aus – sehr zum Leidwesen einiger Autofahrer. Hierzu eine Aufklärung für alle Autofahrer, denen die Regel einer Critical Mass nicht geläufig sind.
- Nach § 27 Abs. 1 StVO bilden mehr als 15 Radfahrer*innen einen Verband und dürfen nebeneinander auf der Fahrbahn fahren. Benutzungspflichtige Radwege müssen als Verband nicht befahren werden.
- Genau wie jeder andere Fahrzeug-Verband gilt eine Critical Mass im Prinzip als ein einzelnes Fahrzeug und bleibt deshalb eng zusammen, um die Eigenschaft des Fahrzeugverbandes zu betonen. Daraus folgt eine moderate Geschwindigkeit des Verbandes in der Regel etwa 15 Kilometer pro Stunde, sodass der Verband nicht auseinanderreißt.
- Sobald das erste Fahrrad der Critical Mass eine grüne Ampel überquert, fährt der gesamte Verband über die Ampel, auch wenn sie zwischenzeitlich auf Rot umschaltet. Nähert sich der Verband einer roten Ampel, wartet die gesamte Critical Mass die nächste Grünphase ab. Insbesondere bei Ampeln ist eine geschlossene Einheit der Critical Mass wichtig, da vereinzelte Ausreißer*innen aus der Critical Mass nicht mehr dem Verband angehören und auf diese Weise nicht bloß Rotlichtverstöße begehen, sondern sich auch unnötig gefährden.
Diese Veranstaltung findet in Zukunft jeden 1. Freitag im Monat um 16 Uhr auf dem Rathausplatz statt. Interessierte sind herzlich willkommen.
Disclaimer: Dieser Inhalt wurde über unser Online-Tool übermittelt. Wir haften nicht für etwaige Fehlinformationen oder Verletzungen des Urheberrechts der dargestellten Medien (Bild, Text, Video, Grafiken, etc.).
