Bad Pyrmont. Insgesamt 24 Mitglieder und Freunde der Europa-Union Pyrmont haben einer Studienreise in die Niederlande teilgenommen, die Corona-bedingt mehrmals verschoben werden musste. Unter der Leitung von Vorstandsmitglied Uwe Klüter wurde innerhalb von drei Tagen ein eng getaktetes Programm mit kulturellen, politischen und historischen Bestandteilen absolviert.
So wurde Haus Doorn bei Utrecht besichtigt, wo Deutschlands letzter Kaiser am 4. Juni 1941 im kleinen Mausoleum des Schlossparks beigesetzt wurde. Beeindruckend war, wie vollgestellt seine Zimmer im dortigen Exil waren. Kein Wunder: 59 Güterwaggons, beladen mit erlesenen Möbelstücken, Kunstwerken, Waffen und Kleidung, rollten aus Deutschland Richtung Niederlande.
Am nächsten Tag wurde in der Deutschen Botschaft in Den Haag ausgiebig Deutschlands Rolle beim internationalen Gerichtshof, dem internationalen Strafgerichtshof und die Zusammenarbeit bei Europol besprochen. Dabei war auch Thema, warum Kaiser Wilhelm II sich für die Giftgas-Einsätze an der Front nie verantworten musste. Referent Jan Nemitz beantwortete alle Fragen.
Die Regierungsstadt Den Haag wurde sowohl zu Fuß wie auch per Bus mit kompetenten Reiseführern erkundet. Ein weiteres Highlight war die Mona-Lisa der Holländer im Original betrachtet. Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge (Meisje met de parel) ist das populärste Gemälde von Jan Vermeer. Die Bekanntheit des um 1665 entstandenen, 45 x 40 cm auf Öl gemalten Porträts beruht auf dem einzigartigen Schattenspiel des Künstlers. Aber auch Rembrandt, Holbein und andere bekannte Künstler der damaligen Zeit sind in der Ausstellung im Museum Mauritshuis in Den Haag zu bewundern, übrigens kombiniert mit moderner Fotokunst. Dass die Sammlung Weltruhm hat, zeigte der gleichzeitige Besuch von Prinzessin Viktoria aus Schweden.
Der dritte Tag startete mit dem Besuch auf dem Käsemarkt in dem mittelalterlichen Städtchen Gouda. Besichtigt werden konnte hier auch die mit 123 Metern längste Kirche Hollands, die Sint-Janskerk mit ihren Buntglasfenstern. Die mittelalterliche Innenstadt von Utrecht wurde per Boot von seinen Grachten her erkundet. Abschluss der Reise bildete ein abendlicher Imbiss im „Wilden Mann“ in Soest. Es wird nicht das letzte mal gewesen sein, dass die Pyrmonter Europa-Union die Niederlande besucht hat, denn dass Land hat viel Interessantes zu bieten und packt viele Probleme deutlich pragmatischer an.
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