Grohnde. Am 16. und 17. November fand die Ausstellung des Kleintierzuchtverein F 53 in Grohnde statt. Sehr zur Freude des Vorsitzenden Jürgen Meier und der Vereinsmitglieder kann der Verein einen positiven Trend in der Mitgliederentwicklung und der züchterischen Bilanz verzeichnen. Der Öffentlichkeit konnten 136 Rassekaninchen aus 20 verschieden Rassen und Farben vorgestellt werden. 13 Tiere erhielten das höchste Prädikat „Vorzüglich“.

Als „Alter Hase“ zeigte der älteste Züchter des Vereins, Günter Bosse (80 Jahre), aus Voremberg den jüngeren Züchtern, wo es langgeht, und sicherte sich mit seinen „Roten Neuseeländern“ den Titel des Vereinsmeisters 2021, gefolgt von Norbert Fuchs aus Bad Pyrmont mit seinen Farbenzwergen, chinchillafarbig. Jugendvereinsmeister wurde Nils Speer aus Hemeringen mit seinen Blauen Wienern. Das beste Tier der Ausstellung zeigte Dietmar Pinz aus Lügde mit der Rasse Großchinchilla, das beste männliche Tier kam aus der Zucht von Franz Meier aus Ohr mit den Deutschen Riesen, grau, und das beste weibliche Tier zeigte Norbert Fuchs. Die beste Gesamtleistung – die acht besten Tiere – zeigte wieder Günter Bosse mit seinen Roten Neuseeländern.

Dem interessierten Publikum wurden im Rahmen der 2G-Veranstaltung nicht nur Vertreter der größten anerkannten Rasse, den Deutschen Riesen (Mindestgewicht 7 Kilogramm), vorgestellt, sondern auch die kleinste anerkannte Kaninchenrasse, die Farbenzwerge mit 1200 Gramm. Aber auch mit der vertretenden Rasse der Marderkaninchen wurde eine Rarität der Öffentlichkeit gezeigt. Laut Rote Liste der Gesellschaft zum Erhalt alter und gefährdeter Haustierrassen gelten die Marderkaninchen als „extrem gefährdet“. Bei der letzten Zählung vor Corona wurden gerade mal noch 585 Tiere dieser seltenen Rasse registriert.

So verschieden wie die Kleintiere sind, so verschieden waren und sind die Motive der Züchter. Stand früher oft der Nutzen im Vordergrund, so liegen heute die Gründe meist im ideellen Bereich. Die Züchter suchen die Beziehung zu etwas Lebendigem, die Verbindung zur Natur, die heute so oft verlorengeht. Züchter wollen miterleben, wie ein Tier heranwächst, sich entwickelt und nicht zuletzt wollen sie durch ihre züchterische Arbeit die Vielfalt der Rassen und damit ein Stück Naturvielfalt erhalten.

Besonders erfreulich: Auch die Jugendabteilung ist aktiv dabei. Die vier Jungzüchter des Vereins sind im Alter zwischen neun und 17 Jahren und stellten zusammen rund 20 Tiere aus drei Rassen vor und unterstützten auch während der Veranstaltung aktiv.

Nach den langen Corona-Einschränkungen zeigten sich sowohl die Züchter als auch die Besucher über die Abwechslung im kulturellen Leben der Gemeinde Emmerthal hoch erfreut und genossen die gemeinsamen Stunden.

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