Afferde. Die Geschichte des Blasrohrs ist insbesondere geprägt von der Verwendung bei der Jagd. Rund 3000 Jahre zurück reicht die nachgewiesene Nutzung bei indigenen Völkern in Südostasien und Süd/Mittelamerika. Aber auch bei kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Menschen ist es zum Einsatz gekommen.

Heute wird das Blasrohr häufig von Tierärzten eingesetzt, um aus sicherer Entfernung Tieren Betäubungspfeile oder Medikamente zu verabreichen. Gefährliche Tiere können so aus der Distanz behandelt werden.

Die noch junge Sportart im Deutscher Schützenbund e.V. (DSB) sowie im Blasrohr-Sportverband Deutschland e.V. (BSVD) erfreut sich immer größerer Beliebtheit und erlebt eine rasante europaweite Entwicklung. Wer es erst ausprobiert hat, entdeckt eine Sportart, die viel Spaß mit sich bringt und zugleich die Konzentration und das Lungenvolumen fördert.

Das Besondere am Blasrohrsport ist, dass es für alle, von Schüler bis Senioren im hohen Alter, sowie für Menschen mit und ohne Handycap  gleichermaßen sehr gut geeignet ist. Sobald man eine Kerze auspusten kann, hat man schon alle Grundvoraussetzungen erfüllt, um die leicht zu erlernende Sportart auszuführen.

Das Blasrohr ist zwischen 100 cm und 170 cm lang mit einem Rohrinnenmaß in der Regel 10 mm oder 16 mm groß. Am Ende setzt man ein Mundstück aus Plastik auf, durch das die Lungenluft gestoßen wird. Die Pfeile bestehen aus Metall-, Carbon- oder Holzschäften mit einer Spitze und sind am anderen Ende mit einem  Kunststoff-Konus versehen.

Für Einsteiger bietet der Blasrohrsport große Vorteile. Die Grundausstattung ist preiswert zu beschaffen. Die Pfeile können praktisch ohne Verschleiß immer wieder verwendet werden. Es gibt keine Folgekosten. „Die Basisbeschaffung (Blasrohr mit Mundstück und zehn Pfeilen)  beziffert sich auf rund 40 bis 50 Euro“, berichtet Manfred Sandmann, Übungsleiter im Schützenverein Afferde von 1887 e.V., wo diese Sportart angeboten wird.

Die Technik lässt sich schnell erlernen und Erfolge stellen sich sehr schnell ein. Es ist nur ein wenig Übung nötig, bis die Pfeile die Scheibe treffen. Blasrohrsport macht nicht nur Spaß und fördert die Geselligkeit, sondern hat auch nachweislich einen positiven Effekt auf die Gesundheit. In erster Linie wird die Konzentration, sowie die Hand-Auge-Koordination gefördert. Die Körperhaltung wird geschult und nachhaltig verbessert. Das Lungenvolumen wird erhöht und die Kondition gesteigert, berichtet Hans van der Veen.

„Egal, ob drinnen oder draußen, in Sporthallen, auf dem Sportplatz, im Garten, auf dem Schulhof im Zuge von Feierlichkeiten, Schulfesten, Betriebsveranstaltungen oder wo auch immer. Der Blasrohrsport lässt sich überall ausüben und findet immer mehr Anhänger“, erläutert Übungsleiter Sandmann.

So hat diese interessante Sportart seit 2018 auch im Schützenverein Afferde zunächst im kleinen Rahmen Einzug gehalten. Zur Zeit trainiert in der Regel ein- bis zweimal monatlich an den Sonntagen eine 9-köpfige Seniorengruppe.

Interessenten für den Blasrohrsport sind an den Schießtagen Dienstag und Freitag in der Zeit von 18 bis 20 Uhr herzlich im Schützenhaus am Teutberg  willkommen.

Weitere Auskünfte zum Thema „Blasrohrschießen“ erteilt gern Manfred Sandmann unter 0171-7726172 oder per E-Mail: manfred@sandmann-hm.de

 

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