Coppenbrügge. 33 Jahre im Kommando, 24 Jahre an der Spitze und ein Herz, das für das Ehrenamt schlägt: Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Coppenbrügge stand ganz im Zeichen des Abschieds von „Ortsandy“ und dem Aufbruch in eine neue Generation.
Wenn im Feuerwehrhaus die Bilanz des vergangenen Jahres gezogen wird, schwingt sonst oft Routine mit. Doch dieses Mal war alles anders. Es war der Moment, in dem eine tiefe Dankbarkeit spürbar wurde für einen Mann, der das Gesicht der Coppenbrügger Brandschützer über Jahrzehnte geprägt hat. Andreas Korth trat nach 24 Dienstjahren als Ortsbrandmeister nicht zur Wiederwahl an und übergab die Führung an seinen Nachfolger Thorben Kurbgeweit.
„Andreas Korth lebte das Feuerwehrehrenamt nicht nur, er verkörperte es. Mit einer Anwesenheitsquote von weit über 90 Prozent bei allen Einsätzen war er der Fels in der Brandung“, so sein Freund, ehemaliger Stellvertreter und jetziger Gemeindebürgermeister Thomas Küllig nach der Versammlung im Gespräch. Seit dem Jahr 2017 allein nahm Korth an 425 Einsätzen teil – eine Bilanz, die verdeutlicht, dass er praktisch jede Woche, egal ob nachts oder im Urlaub, für die Sicherheit der Bürger einstand. In einer bewegenden Laudatio zeichnete sein Stellvertreter Marc-Oliver Tesch den beeindruckenden Weg nach, der 1993 als Gerätewart begann und über die Station als stellvertretender Ortsbrandmeister schließlich 2002 im Amt des Wehrführers mündete. Insgesamt blickt Korth auf stolze 33 Jahre im Ortskommando zurück. Für diese außergewöhnliche Lebensleistung wurde ihm durch Kreisbrandmeister Kay Leinemann die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Bronze verliehen. Gleichzeitig feierte er sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Doch Korth hinterlässt laut Tesch mehr als nur Zahlen: „Er war ein Visionär, der die Wehr mit der Beschaffung von drei neuen Fahrzeugen modernisierte und bereits vor 25 Jahren den Grundstein für die heutige Jugendfeuerwehr legte“.
Mit der Wahl von Thorben Kurbgeweit zum neuen Ortsbrandmeister beginnt nun ein neues Kapitel. Andreas Korth hinterlässt eine bestens gerüstete Wehr mit 324 Mitgliedern und einer starken Kameradschaft. Er selbst wird der Feuerwehr zwar ohne das offizielle Amt, aber weiterhin als erfahrener Kamerad erhalten bleiben. Wie Marc-Oliver Tesch es abschließend zusammenfasste: Die Fußstapfen sind groß, doch das Fundament, das „Andy“ über drei Jahrzehnte gebaut hat, ist stabil genug für die Zukunft. gök
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