Grohnde. Die Züchter des Kleintierzuchtvereins F 53 Grohnde präsentierten jetzt ihre Zuchterfolge der vergangenen Monate.
Am 12. und 13. November fand die Ausstellung des Kleintierzuchtverein F 53 in Grohnde statt, hier wurden dem interessierten Publikum 122 Kaninchen aus 19 verschiedenen Rassen und Farben gezeigt und seit Jahren der Abstinenz auch wieder einige Zwerghühner in zwei Farbschlägen.
Vereinsmeister wurde Jürgen Meier mit Weißen Neuseeländern (484 Pkt.) gefolgt von Franz Meier mit den imposanten Deutschen Riesen grau (483,5 Pkt.). Den besten Rammler stellte Romina Marie Meier mit ihren Farbenzwergen weißgrannen schwarz und die beste Häsin zeigte Hartmut Reese mit Deutschen Riesen weiß.
Den Wettbewerb der besten Gesamtleistung – zusammengesetzt aus den besten acht Tieren eines Züchters – entschied der Vorsitzende Jürgen Meier für sich. Das beste Tier der Ausstellung kam aus der Stallanlage von Rabea Venice Meier mit der Rasse Farbenzwerge lohfarbig schwarz.
Auch die sechs aktiven Jugendgruppenmitglieder erzielten super Ergebnisse. Jugendvereinsmeister wurde Nils Speer mit der Rasse Havanna (385 Pkt.) der auch die Beste Häsin der Jugend ausstellte. Der beste Rammler wurde von den Geschwistern Verena und Janine Keuneke und ihren Farbenzwergen lux gezeigt.
In der Geflügelabteilung räumte die Jungzüchterin Finja Ende ab. Sie sicherte sich den Besten Hahn, die beste Henne und wurde mit ihren Zwergkraienköppe goldhalsig auch Geflügelvereinsmeister.
Als Vorsitzender zeigt sich Jürgen Meier besonders stolz, dass im vergangenen Jahr nicht nur ein neuer aktiver Züchter in der Altersklasse gewonnen werden konnte, sondern auch die Jugendabteilung des Vereins mit zwei neuen aktiven Jungzüchtern verstärkt wurde.
Dem interessierten Publikum wurden nicht nur Vertreter der größten anerkannten Rasse, den Deutschen Riesen (Mindestgewicht 7 kg) vorgestellt, sondern auch die kleinste anerkannte Kaninchenrasse, die Farbenzwerge mit 1200 Gramm.
Aber auch mit der Rasse der Marderkaninchen wurde eine Rarität der Öffentlichkeit gezeigt. Laut Rote Liste der Gesellschaft zum Erhalt alter und gefährdeter Haustierrassen gelten die Marderkaninchen als „extrem gefährdet“.
Bei der letzten Zählung vor Corona wurde gerade mal noch 585 Tiere dieser seltenen Rasse registriert. Auch die Rasse „Meißner Widder“ steht als gefährdet auf dieser Liste. Der Grohnder Verein trägt durch seine Zucht aktiv zum Erhalt alter Haustierrassen bei.
So verschieden wie die Kleintiere sind, so verschieden sind auch die Motive der Züchter und Züchterinnen. Stand in der Nachkriegszeit oft der Nutzen im Vordergrund, so liegen heute die Gründe meist im ideellen Bereich. Die Züchter suchen die Beziehung zu etwas Lebendigen; sie suchen die Verbindung zu der Natur, die im digitalen Zeitalter oft verloren geht. „Als Züchter wollen wir miterleben, wie ein Tier heranwächst, sich entwickelt und nicht zuletzt wollen wir durch unsere züchterische Arbeit die Vielfalt der Rassen und damit ein Stück Naturvielfalt erhalten“, sagt der Vorsitzender der Grohnder Züchter.
Besonders erfreulich: Die Jugendabteilung ist aktiv. Vier Jungzüchter des Vereins sind im Alter zwischen 9 und 17 Jahren und stellten zusammen rund 20 Tiere aus drei Rassen vor und unterstützten auch während der Veranstaltung aktiv.
Bei der offiziellen Eröffnungsfeier konnte der Kreisvorsitzende Hans-Jürgen Kümmel den langjährigen Vereinszüchter Georg-Wilhelm Fischer die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied im Landesverband Hannover überreichen.
Angetan von der Vielfalt der vorgestellten Tiere und der positiven Vereinsgemeinschaft zeigte sich auch der Ehrengast der Veranstaltung. Mareike Lotte Wulf (MdB). Besonders die Begeisterung, die die Jungzüchter mit ihrem Hobby verbinden und zum Ausdruck bringen, beeindruckte Frau Wulf, die sich von der kleinen Geflügelzüchterin Finja Ende in die Welt der Kleintierzucht „entführen“ ließ.
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