Hameln. Dass Gartenarbeit jung hält, beweisen Ilse Opitz (84 Jahre) und ihr Partner Jann Harms (90 Jahre), die 28 Jahre lang ihre Parzelle in der Kleingartenkolonie Ulmenweg e.V. liebevoll gepflegt und zu einer Wohlfühloase für Mensch und Tier gestaltet haben.
Dieses Engagement von Ilse und Jann entspricht dem Geist der Gartenfreunde vom Ulmenweg. Sie freuen sich auch über die Bewertung beim diesjährigen „Gartenwettbewerb der Kleingärtner“, der vom Bezirksverband Hameln der Kleingärtner e.V. ausgerichtet wurde. Dabei gewann die Anlage am Ulmenweg unter allen teilnehmenden 16 Mitgliedsvereinen eine Silbermedaille, wofür sich der Vorstand der Gartenkolonie am Ulmenweg bei allen Jurymitgliedern aber auch bei allen eigenen Mitgliedern noch einmal ganz herzlich bedanken möchte.
„Wir sind zwar die älteste Kleingartenkolonie Hamelns – sie wurde bereits im Jahre 1940 von der Stadt Hameln ins Leben gerufen-, aber keinesfalls verstaubt“, sagt Karin Matuschke und fährt fort: „Trotz unserer langen Geschichte sind wird nicht das, was sich manch einer unter dem klassischen Schrebergarten vorstellen mag: Bei uns gibt es keinen perfekt gemähten ,Englischen Rasen` oder ordentlich gestutzte Pflanzen in Reih und Glied. Nein, wir sind eine kleine, aber feine, bunt gemischte und saubere, aber nicht ,pinzettengepflegte´ Kolonie, die aus ganz unterschiedlichen Gartenfreunden besteht, die es sich zum Ziel gesetzt haben, nicht einfach ,nur´ eine Ackerfläche zu bewirtschaften, sondern der Natur auch etwas zurückzugeben.“
Dies sei in Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens aktuell und notwendig, weshalb die Kleingärtner am Ulmenweg auch versuchen, bei allem, was sie tun, den Schutz der Umwelt bestmöglich mit dem Gärtnern zu verbinden, wozu sie sich u.a. Anregungen vom Nabu holen, wie Karin Matuschke berichtet. Denn „Lebewesen wie Erdkröten, Geckos, Fledermäuse, Insekten und Igel verlieren durch die zunehmende Anzahl an Steingärten und die wachsende Versiegelung von Städten z.B. durch Neubaugebiete mit großen Einfamilienhäusern – wie auch jetzt wieder nah unserer Kolonie am Riesackweg – ihr Zuhause. In der Gartenkolonie finden diese Lebewesen jedoch weiterhin einen Platz und sind gern gesehene Gäste.“
Aber auch gemeinschaftliche Aktivitäten und Zusammenhalt sind den Kleingärtner am Ulmenweg wichtig. So setzen sie sich nach getaner Gemeinschaftsarbeit gerne bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen zusammen und treffen sich zum gemeinsamen Gartenfest in gemütlicher und entspannter Atmosphäre oder helfen sich auch gegenseitig.
Kleingärtner sind so viel mehr als „bloße“ Selbstversorger. Die Kleingartenkolonie am Ulmenweg e.V. setzt sich – wie auch andere Kolonien – für den Klima- und Umweltschutz ein und trägt zur Erhaltung der Biodiversität bei, womit sie eine wertvolle Unterstützung für die Stadt Hameln bei ihren Klimabemühen darstellt.
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