Hameln-Pyrmont. Bereits am 7. November fand am Bienenlehrstand in Hemeringen die Mitgliederversammlung des Kreisimkervereins (KIV) Hameln-Pyrmont statt. Nach mehreren pandemiebedingten Absagen musste, nachdem im Vorfeld der bisherige Vorsitzende, Dirk Adomat, erklärt hatte, dass er nach der Wahl zum Landrat aus Zeitgründen nicht mehr zur Verfügung stünde, und nach dem Ableben des 2. Vorsitzenden, Helge Hiddensen, der Vorstand neu gewählt werden.

Es konnten als neuer 1. Vorsitzender Helmuth Thieß (Mitglied des IV Hameln u. U. e.V.) und als neuer 2. Vorsitzender Frank Sonntag (1. Vorsitzender IV Hessisch Oldendorf) gewonnen werden. Die erfahrenen Vorstandsmitglieder Oliver Vogt (Schriftführer), Joachim Finkeldey (Kassierer), Heinrich Schaub (Honig-Obmann) und Manfred Pfitzner (Obmann für Bienenkrankheiten) wurden wiedergewählt. Somit konnte ein Großteil an Erfahrung dem Vorstand erhalten bleiben.

Helmuth Thieß dankte im Anschluss Dirk Adomat für seine langjährige Tätigkeit. Er habe den Verein im Landkreis stets verantwortungsbewusst und gewissenhaft repräsentiert.

Der KIV Hameln-Pyrmont ist Mitglied im Landesverband Hannoverscher Imker e.V., der wiederum Mitglied im Deutschen Imkerbund (DIB) ist. Weiterhin ist der KIV der Dachverband der örtlichen Imkervereine Hessisch Oldendorf, Hameln u. U. e.V., Bad Pyrmont und Salzhemmendorf. Als Mitglied dieser „Ortsvereine“ erwirbt man automatisch eine Mehrfachmitgliedschaft in den übergeordneten Vereinen.

Aktuelle Aufgaben des Vereins sind die Aus- und Fortbildung der Imker sowie die Teilnahme am Messpunkt-Monitoring bei der Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut; das heißt, es werden regelmäßig Futterkranzproben von Völkern verschiedener Imker, welche über das gesamte Vereinsgebiet verteilt sind, genommen. Diese Proben werden dann am LAVES-Institut für Bienenkunde Celle untersucht und die Ergebnisse dem KIV und dem Veterinäramt des Landkreises mitgeteilt. Imker erhalten bei einem Verdacht auf eine Bienenkrankheit schnellstmögliche Unterstützung durch den Verein.

Deshalb ist die Sorge über die wahrscheinlich hohe Anzahl der Imker, die nicht im Verein organisiert sind, groß. Bei denen ist natürlich nicht bekannt, ob diese über ausreichende Sachkunde für eine Haltung und Pflege, die dem Tierwohl entsprechen, verfügen. Trotz der Sorge um die fachgerechte Bienenhaltung teilt der Verein nicht die Auffassung der derzeitigen Landesregierung, dass ein Imkerführerschein notwendig sei.

Des Weiteren will der KIV die Biodiversität und den Naturschutz in Kooperation mit dem Landvolk Weserbergland und Landberatungsstellen der Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg fördern. Eine Absichtserklärung zum Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zum Zweck der zukünftigen Zusammenarbeit zur Erfüllung der Aufgaben aus dem Maßnahmenpaket „Der Niedersächsische Weg“ ist bereits im Dezember unterzeichnet worden. Denn nicht nur die Bienen brauchen eine intakte Natur zum glücklichen Leben, sondern auch wir.

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