Bad Pyrmont. Traditionell besuchen Mitglieder vom Museumsverein im Schloss Pyrmont e. V. die documenta in Kassel. Alle fünf Jahre werden hier moderne Kunstwerke teils in Anwesenheit der Künstler vorgestellt. Diese 15. Kunstausstellung musste gleich zu Beginn auf den Vorwurf des Antisemitismus reagieren und ein großes Werk verhüllen und abnehmen.
An der Exkursion im Bus nahmen 27 Mitglieder und Freunde des Vereins am 6. Juli teil. Zwei interaktive Ausstellungsrundgänge und eine Stärkung zwischendurch standen auf dem Programm. Schon immer regt die Begenung mit moderner Kunst zum Nachdenken an. So gibt es auch diesmal viel zu erfahren und zu lernen, denn es gibt kaum Kunstobjekte im klassischen Sinne, sondern vielmehr Prozesse und Projekte, die den Blick auf die Sichtweise des globalen Südens lenkten, von wo die meisten Künstlerkollektive stammen.
So konnte die Zeichnungen zu den „lumbung“-Werten (z. B. Humor, Großzügigkeit, Genügsamkeit oder Regeneration) auf den Säulen des Eingangsportals am Fridericianum interpretiert werden oder die „Fridskul“ im Inneren des Gebäudes, die die verschiedenen Möglichkeiten und Modelle einer horizontal ausgerichteten Bildung aufzeigt, kennengelernt werden.
Ein Schwerpunkt im Fridericianum bezieht sich auf verschiedene Archive, die mit Videos, Fotos, Objekten aufzeigen, was die Praxis der Archivierung bewirken kann.
Neben Informationen im Ruruhaus über das „Ecosystem“, wobei Netzwerkstrukturen dargestellt sind, durch die Wissen, Ressourcen, Ideen und Programme geteilt und vernetzt werden, ging es zum Schluss ins Naturkundemusem „Ottoneum“, wo u. a. das südkoreanische Forschungsprojekt „ikkibawiKrrr“ die vielfältigen Verbindungen zwischen Pflanzen und Menschen, Zivilisation und Naturphänomenen, Kolonialismus und Ökologie aufzeigt.
Leider konnten die Teilnehmer nur einen kleinen Teil der documenta kennenlernen. Sie resümierten aber, dass die Absicht des indonesischen Kuratorenkollektivs ruangrupa, erkennbar sei und erfüllt werde. Dabei gehe es um das Miteinander, das Teilen von Eindrücken, sowie Gespräche und Begegnungen.
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