Salzhemmendorf (gök). Seit dem vergangenen Frühjahr ist die neue Führung der Gemeindefeuerwehr Salzhemmendorf im Amt. Auf den langjährigen Gemeindebrandmeister Walter Wiegmann und seinen Stellvertreter Dirk Habenicht folgte mit dem neuen Gemeindebrandmeister Rolf Schmidt und seinen Stellvertretern Thomas Hölscher und Jens Roloff erstmals ein Trio an der Spitze.

„Wir starteten gleich mit viel Arbeit, standen doch die ersten Impfungen sofort an“, erinnert sich Thomas Hölscher im Gespräch zurück. Die Pandemie hat die drei neuen Amtsträger im ersten Jahr gleich richtig gefordert, galt es doch immer wieder die neuesten Bestimmungen umzusetzen und trotzdem die Motivation unter den ehrenamtlichen Feuerwehrkameraden hochzuhalten. „Wir haben dabei versucht, den Dienstbetrieb so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, auch wenn das nicht immer einfach war“, so Schmidt. Nachdem das Trio seine Ämter übernommen hatte, schnupperten sie zunächst in die vielen verschiedenen Aufgaben hinein. „In den letzten Jahren haben Walter Wiegmann und Dirk Habenicht etwa bei der Alarm- und Ausrückeordnung gute Arbeit geleistet, doch diese muss immer wieder aktualisiert werden, womit wir uns zunächst beschäftigt haben“, so Roloff. So fahren jetzt auch immer die kleineren Ortsfeuerwehren bei Verkehrsunfällen mit raus, um die Stützpunktfeuerwehren zu unterstützen.

Viel Arbeit fiel auch bei der Umstellung der digitalen Meldeempfänger an. „Aber immer dann, wenn wir uns auf neue Schwerpunkte konzentrieren wollten, funkte uns wieder Corona dazwischen. Die Feuerwehrkameraden haben die Maßnahmen dann aber gut mitgetragen, was bis in den Herbst hinein sehr gut funktionierte. Uns ist unter den aktiven Feuerwehrmitgliedern auch kein positiver Corona-Fall bekannt“, so Hölscher. Für die neue Feuerwehrführung ist das ein gutes Zeichen, dass die Schutzmaßnahmen gut funktioniert haben.

Seit Anfang Dezember gibt es aber vom Innenministerium den Erlass, dass generell die 2G-Regelung gilt. Dadurch können einige Kameraden nicht mehr an Übungsdiensten oder Einsätzen teilnehmen, wobei aber über 90 Prozent der Aktiven geimpft sind. „Einige Ortsfeuerwehren sind zu 100 Prozent geimpft. Wir hoffen jetzt, dass der Rest auch noch nachzieht“, so Hölscher.

Stolz ist die Feuerwehrführung, dass die Anzahl der Feuerwehrmitglieder gleichbleibend ist und Abgänge kompensiert werden konnten. „Bei der letzten Truppmannausbildung waren die Ergebnisse so gut, dass es im Landkreis der beste Lehrgang war“, so Schmidt zufrieden. Derzeit sind 278 aktive Feuerwehrmitglieder im Flecken Salzhemmendorf erfasst, womit die Zahl schon seit einiger Zeit auf gleichbleibendem Niveau liegt.

Gute Arbeit haben aus Sicht der Gemeindefeuerwehrführung vor allem die Jugendfeuerwehr- und Kinderfeuerwehrwarte geleistet, die die Kinder und Jugendlichen mit vielen Aktionen bei Laune gehalten haben. Entgegen einiger Skepsis, kamen bei vielen Feuerwehrkameraden auch Online-Dienste oft gut an. Hölscher etwa kann sich vorstellen, dass einige Elemente davon auch nach der Pandemie in die Fortbildung mit einfließen werden.

Einsatzmäßig war 2021 ein eher ruhiges Jahr. Die Gemeindefeuerwehrführung hat zwar 118 Einsatzberichte erfasst, doch darunter waren nur 53 Hilfeleistungen und 24 Brandeinsätze. Enthalten waren auch viele Fehlalarme, wobei zumindest bei den Verkehrsunfällen kaum schwere dabei waren. Deutlich zugenommen haben in letzter Zeit Tragehilfen und Türöffnungen, wo die Feuerwehr immer wieder gefordert war. Fordernd war bei den Brandeinsätzen vor allem ein Gartenhausbrand in Oldendorf und zwei Schornsteinbrände.

Probleme sieht die Feuerwehrführung bei der sinkenden Anzahl der AGT-Träger. Die Bereitschaft für die körperliche Belastung hat in den letzten Jahren abgenommen. Entgegentreten will man diesem Umstand damit, dass künftig bei Brandeinsätzen AGT-Alarmschleifen im ganzen Flecken ausgelöst werden können.

Für die nahe Zukunft wird sich die Gemeindefeuerwehrführung vor allem mit dem schon in der Erstellung befindlichen Hygienekonzept beschäftigen, das aber nicht auf Corona, sondern auf im Einsatz kontaminierte Einsatzkleidung ausgerichtet ist. Die Einsatzkräfte sollen im Bedarfsfall schnell mit Ersatzkleidung ausgestattet werden, bis ihre eigene Einsatzkleidung wieder gereinigt ist.

Mehr Werbung will das Trio auch machen, um weiter genügend Führungspersonal für die verschiedenen Ortsfeuerwehren zu finden. „Auch wenn der Begriff Kameradschaft öffentlich oft negativ behaftet ist, wollen wir diese unter den Feuerwehrmitgliedern weiter fördern und so den Zusammenhalt weiter stärken“, so Hölscher.

Bereits in der Beschaffung sind schon weitere Feuerwehrfahrzeuge, wodurch der Fuhrpark weiter modernisiert werden soll. Neben dem jetzt vorgesehenen Stützpunkt Wallensen sind dann 2023/24 Oldendorf und 2025 Osterwald in der Planung berücksichtigt.

 

 

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