Hameln / Sternberg. Obwohl über Monate Termine abgesagt, verschoben und erneut abgesagt werden mussten, kam das bereits zwei Jahre zuvor verabredete Treffen von Ehemaligen des Stammes Florian Geyer Hameln vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (VCP) auf Burg Sternberg planmäßig zustande. Der Landesverband Lippe als Hausherr ermöglichte auch eine kurzfristige Buchung. Die kleine Schar, die am 18. und 19. September der Einladung auf die Burg folgen mochte, konnte aufgrund ihrer geringen Zahl in Einzelzimmern untergebracht werden, was unter Corona-Bedingungen optimal war.
Henning Eimer, in der Stammesversammlung gerade als Stammesleiter bestätigt, berichtete über Arbeit und Aktivitäten des Stammes, beeindruckend präsentiert durch passende Bilder, die auf die Großleinwand „gebeamt“ wurden. Der Berichtzeitraum erfasste die vergangenen zwei Jahre, über 18 Monate davon standen unter Corona-Lockdown und Pandemie bedingten Auflagen. Aus diesem gut einstündigen Bericht erwuchs der Eindruck, als hätte es Corona in dieser Zeit für die Pfadfinderarbeit gar nicht gegeben! Alle Spielräume, die gesetzliche Vorgaben noch zuließen, wurden regelkonform ausgeschöpft. Um Heimnachmittage/-abende, Fahrt und Lager durchführen zu können, wurden mit immer neuen Ideen und viel Engagement Wege zur Umsetzung gefunden.
Das bunte Feuerwerk realisierter Aktivitäten und Unternehmungen, das Henning Eimer ausbreitete, ist Beleg für eine gelungene Pfadfinderarbeit des Stammes in den vergangenen zwei Jahren. Insgesamt hat der Stamm zurzeit zwei Sippen (12 bis 14 Jahre, 14 bis 16 Jahre) und vier Wölflingsrudel (einmal Ältere, dreimal Jüngere) mit rund 40 Kindern; für die Wölf-lingsmeute gibt es eine Warteliste für weitere acht Kinder.
Zum Highlight des Kaminabends in der Oberburg wurde ein lange verschollen geglaubtes Tondokument, ein Mitschnitt von Studioaufnahmen mit Stammesband und -chor aus dem Jahr 1969. Und trotz fortgeschrittener Stunde wurden noch Erkenntnisse zum Thema „Auswirkungen von Pandemie und Lockdown auf Kinder und Jugendliche“ vorgetragen, psychische, physische und soziale Folgen beleuchtet und disku-tiert sowie Symptome eines gestörten Sozialisationsprozesses aufgezeigt. Fazit: Das Phänomen „Long-Covid“ betrifft nicht nur die Erkrankten, sondern auch die Kinder und Jugendlichen, unabhängig von einer eigenen Infektion. Die Pfadfinderarbeit der vergangenen zwei Jahre sei vor dem aktuellen Hintergrund in besonderer Weise zu würdigen, ist doch die entwicklungspsychologische Bedeutung von Jugendarbeit unumstritten.
Sonntagmorgen stand Geocaching auf dem Programm; mit Smartphone und Navi begab man sich auf „moderne Schatzsuche“, die erfolgreich mit einem Eintrag ins beiliegende Logbuch endete. Am Skilift Sternberg wurde im Sonnenschein Morgenandacht gehalten und dem eigentlichen Initiator dieser Treffen, Ulf Becker, gedacht.
Zurück auf der Burg informierte Thomas Haeckel über anstehende nationale und internationale Großereignisse: das VCP Bundeslager 2022 vom 30. Juli bis 8. August 2022 bei Großzerlang und die World Scout Jamborees in Korea (2023) und Polen (2027).
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