Bei den Open Distrikt Noord-Oost Poomsae Kampioenschap 2023 in Nijverdal/ Niederlande am 16. April war das Redfire-Kampfsport-Team mit zwölf Startern in 13 Wettbewerben angetreten und schaffte es zehnmal aufs Treppchen. Fünfmal standen die Sportler ganz oben, dreimal auf dem zweiten und zweimal auf dem dritten Platz. Insgesamt waren 175 Teilnehmer aus 22 Vereinen an diesem Turnier beteiligt, Redfire war der einzige deutsche.

Bei Taekwondo-Poomsae-Wettkämpfen geht es um die Ausführung vorgegebener Techniken in einer bestimmten choreografisch abgestimmten Reihenfolge. Insgesamt gibt es 16 verschiedene Formen, die nach Graduierung und Alter des Taekwondo-Sportlers variieren. Die gezeigten Formen sollen mit hoher Präzision und Dynamik ausgeführt werden, wobei jeder Schlag, jeder Tritt und jede Bewegung kraftvoll und energisch sein sollte. Die Körperhaltung muss perfekt sein, mit geradem Rücken, aufrechtem Kopf und korrekter Fußpositionierung. Die Bewegungen sollten fließend und harmonisch sein, um die volle Kontrolle über den Körper zu demonstrieren. Jede Technik und jeder Schlag müssen korrekt und präzise ausgeführt werden. Eine falsche Fußposition oder ein unsauber ausgeführter Tritt kann zu Punktabzügen führen.

Als Erstes trat das Mädchenteam (Bjelle Dyck, Linea Hufmüller; Thea Rabe) in der höchsten Leistungsklasse bei den Kadetten 12-14 Jahre im Synchronlauf an und debütierte erfolgreich mit dem 1. Platz bei ihrem ersten gemeinsamen Wettkampf. Die drei Sportlerinnen trainieren erst seit gut zwei Monaten zusammen, konnten trotzdem mit einem für diesen Team-Wettbewerb entscheidenden Rhythmus glänzen. Hilal Çolak, die jüngste Teilnehmerin der Reddies, überzeugte ebenfalls mit ihren Leistungen und wurde mit einem goldenen Pokal belohnt.

Eine Herausforderung für das Coaching stellte mehr als einmal die Belegung der drei Wettkampfflächen dar. Nahezu parallel liefen die Einzel-Wettbewerbe des Dreier-Teams Bjelle, Linea und Thea mit den Starts von Sören Dyck, ebenfalls Kadettenklasse, und Oskar Krause, Altersklasse bis 11 Jahre. Hier war Spontanität gefragt; dies tat den Leistungen der Athleten keinen Abbruch. Sören Dyck gewann seine Leistungs- und Altersklasse. Bjelle Dyck erreichte den guten zweiten Platz hinter der Heimfavoritin. Thea Rabe schaffte es auf den vierten Platz mit nur 0,16 Punkten Rückstand auf die Drittplatzierte. Linea Hufmüller schied knapp im Halbfinale aus und erreichte den fünften Platz. Oskar Krause wurde ebenfalls Fünfter in seiner Klasse.

In einem nervenaufreibenden Wettbewerb aus Halbfinale und Finale der Junior-Klasse 15-17 Jahre traten Friederike Eichler und Oliwia Mrozek an. Beide schafften es aufs Treppchen: Friederike wurde mit Silber belohnt und Oliwia mit Bronze.

In der Altersklasse 18-30 Jahre startete Imke Japes und konnte ihre Stärken abrufen und wurde nach vier Läufen Dritte. Bei Özcan Çolak kam es aufgrund fehlender Holländisch-Kenntnisse fast zu einem verpassten Start. Die Verlegung des Wettbewerbs von einer Matte auf eine andere wurde vermeintlich angesagt, aber von den Reddies nicht verstanden. Die äußerst verständnisvollen holländischen Kampfrichter änderten kurzerhand die Startreihenfolge und verschafften Öczan die Möglichkeit kurzfristig seine Poomsae-Uniform anzuziehen und dann fast unvorbereitet in seine Formen zu starten. Der Adrenalin-Spiegel tat ein Übriges und er erreichte den 2. Platz.

Stephan Nerge dominierte die Altersklasse ab 50 deutlich und sicherte sich den Sieg. Als Letztes startete Uta Rabe und konnte ebenfalls mit einem goldenen Pokal die Heimreise antreten.

Fast alle Athleten wurden durch Britt Dyck souverän gecoacht und konnten durch klare Worte auch in mental schwierigen Situationen ihre Leistungen abrufen und ihr Potenzial ausschöpfen. Die Freude und Begeisterung in der Halle waren unbeschreiblich, als die Pokale vergeben wurden. Die Starter waren überwältigt von ihren Erfolgen und stolz auf ihre Leistungen. Das Turnier war eine Feier des Sports und des Zusammenhalts. Das Redfire-Kampfsport-Team hat gezeigt, dass sie bereit sind, weiter hart zu arbeiten, um noch größere Erfolge zu erzielen. Die nächsten Wettbewerbe stehen an: Am 13. Mai findet in Lauenau ein „Heimspiel“ statt und bietet Interessierten aus der Region die Möglichkeit einen Blick in den Taekwondo-Poomsae Sport zu erhalten.

 

Disclaimer: Dieser Inhalt wurde über unser Online-Tool übermittelt. Wir haften nicht für etwaige Fehlinformationen oder Verletzungen des Urheberrechts der dargestellten Medien (Bild, Text, Video, Grafiken, etc.).

Du möchtest einen Beitrag hinzufügen?

Nutze unser Online-Formular, um einen Beitrag für die Rubrik „Wir von hier“ zu übermitteln.