Hameln. Das Gründungsdatum ist historisch bezeugt: Am 26.November 1963 wurde im Hotel zur Börse in der Rattenfängerstadt die Reservistenkameradschaft (RK) Hameln I von ehemaligen Bundeswehrangehörigen ins Leben gerufen. Und ist damit eine der ältesten in Niedersachsen.
Der heutige Vorsitzende, Oberstabsgefreiter d. R. Dieter Düllberg, konnte anlässlich des 60-jährigen Bestehens bei bestem Wetter zahlreiche Gäste auf dem Gelände der RK an der Holtenser Landstraße begrüßen. Darunter Oberbürgermeister Claudio Griese als Vertreter der „Garnisonsstadt“ und den Vorsitzenden der Kreisgruppe Weserbergland, Oberstleutnant d. R. Erich Wittrock.
Dieter Düllberg ließ die Geschichte der RK kurz Revue passieren und stellte einige bedeutende Meilensteine heraus. 1966 fand auf der britischen Standortschießanlage in Holtensen das erste Gästeschießen statt, das 47 Jahre durchgeführt werden konnte. Bereits ein Jahr später durfte eine dort vorhandene Baracke als Treffpunkt genutzt werden, die im Laufe der Jahre mit viel Einsatz zu einem schmucken RK-Gebäude umgestaltet wurde.
Nach Abzug der Briten war deren Weiternutzung stark gefährdet, dank des Einsatzes von Kommunalpolitikern, u.a. des ehemaligen Kreisvorsitzenden Ernst Nitschke, konnte mit dem Bundesamt für Immobilienmanagement (BIMA) eine einvernehmliche Regelung getroffen werden. Allerdings ist der Nutzungsvertrag jeweils nur auf ein Jahr beschränkt, was Dieter Düllberg bedauerte. Dennoch sehe er positiv in die Zukunft und dankte allen Mitgliedern für ihren Einsatz, berichtet RK-Kreispressewart Christian Günther .
Oberbürgermeister Claudio betonte in seinem Grußwort, das auch die Stadt Hameln ihre Erfahrungen mit der BIMA gemacht habe, wegen der Nachnutzung des Schießstandes in Holtensen gebe es noch keine endgültige Lösung. Er versicherte aber, daß die Stadt Hameln gerne das leisten wolle, was möglich sei. Gleichzeitig dankte er der RK für 55 Jahre Einsatz beim Volkstrauertag am Münsterkirchhof und ihre vielfältigen anderen Aktivitäten, die das Bild der Bundeswehr positiv weitergetragen hätten. Trotz des Erreichens des Jubiläums gelte es nicht an die Rente zu denken, sondern mit dem gewohnten Engagement weiterzuarbeiten, so der Oberbürgermeister.
Im Namen des Landesvorstandes und der Kreisgruppe dankte Erich Wittrock der RK Hameln I für ihren langjährigen Einsatz, der in der Zeit von Bundeskanzler Ludwig Erhard begann und sich heute auch in der Durchführung von Mittelpunktveranstaltungen wie dem Schlauchbootwettkampf auf der Weser und von Ausbildungstagen auf dem RK-Gelände manifestiere. Zudem nutze auch die Kreisgruppe gerne die Räume des Heimes.
Urkunden für treue Mitgliedschaft konnte er an den Gefreiten d. R. Werner Moches (15 Jahre) sowie an den Gefreiten d. R. Uwe Reinke für 10-jährige Zugehörigkeit überreichen. Wie die anderen Gratulanten hatte auch er ein Flachgeschenk und die Jubiläumsurkunde der Landesgruppe dabei.
Für die Verpflegung der Gäste und RK-Angehörigen gab es Erbsensuppe aus der Feldküche, beste Voraussetzungen also, um noch einige Stunden in gemütlicher Runde zu verweilen.
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