Hehlen. In der Corona-Pandemie musste das Landesturnfest ausfallen. Nach dem letzten Turnfest 2016, das in der Universitätsstadt Göttingen stattfand, konnte nun wieder ein Landesturnfest ausgerichtet werden und zwar diesmal in Oldenburg.
Am Abschlusstag formulierte es der Präsident vom Niedersächsischen Turnerbund, Heiner Bartling, sinngemäß so: „Es fanden Wettkämpfe statt, bei denen einige siegten, doch am Ende sind wir doch alle Sieger geworden, wenn wir dabei waren und stolz darauf, dass wir so wahnsinnig viel erleben durften!“
Dieser Aussage stimmten gut 10 000 Aktive zu, darunter auch die 37 Teilnehmer vom TC Jahn Hehlen. Die bunt gemischte Gruppe, jüngster Teilnehmer 7 Jahre, älteste Teilnehmerin 82 Jahre fuhr am Starttag gemeinsam mit dem Bus in die Turnfeststadt nach Oldenburg.
Die älteren Damen um Übungsleiterin Rosi Mai waren in einer Pension untergebracht. Sie erkundeten moderne Sportaktionen für Senioren, einen Tanznachmittag, eine Stadtführung und Showvorführungen, bei denen sie den Großteil der weiteren Hehlener Crew trafen.
Die übrigen 33 TC-Jahner zogen für fünf Tage in eine Gesamtschule im Oldenburger Stadtteil Kreyenbrück ein. Hauptkoordinator, Dirk Lienig, erhielt großartige Unterstützung von einem Betreuerteam. Dank der vom Land und Landessportbund etablierten Förderung „Startklar in die Zukunft“, die auch der TC Jahn Hehlen beantragt hatte und die genehmigt worden war, war die Teilnahme am Sportfest finanziell gesichert. Somit kamen die Teilnehmenden nach einer „langen Durststrecke ohne Aktivitäten“ nunmehr in den Genuss, das Turnfest nahezu kostenfrei erfahren zu dürfen.
Das Turnfest wurde von gut 1200 Freiwilligen unterstützt, darunter neun Helfern vom TC Jahn Hehlen. Sie fungierten als Kampfrichter bei Gerätturn- oder Leichtathletikwettkämpfen. Aktiv waren die Sportler aus Hehlen im Functional Training – sie erlebten damit einen ganz modernen Wettbewerb im Fitnessbereich. Und im besonderen Wettbewerb konnten jeweils Viererteams über eine Rutsche ins Schwimmbad gelangen, durchschwimmen, zu einem Teich laufen, im Wasser paddeln, Huckepack laufen und die Sicherheitsweste wegschmeißen und schnaufen…!“
Am sogenannten Turnfestwettkampf beteiligten sich viele Aktive vom TC Jahn Hehlen. Bei diesem Wettkampf können vier Disziplinen aus einem Spektrum von 20 möglichen unterschiedlicher Sportarten ausgewählt werden, die dann über Formeln in Punkte umgewandelt werden.
Auch bei den wohl nach Turnvater Jahn traditionellsten Wettkämpfen waren die Athleten des TC Jahn Hehlen vertreten und beteiligten sich am sogenannten „Deutschen Mehrkampf“. Dieser Wettkampf besteht aus dem Absolvieren von leichtathletischen und turnerischen Disziplinen in einem Wettkampf. Die Jugendlichen müssen Boden, Barren und Reck turnen, Sprinten, Stoßen und am Weitsprung teilnehmen. Männer ab 20 absolvieren zusätzlich den Sprung über den Tisch im Turnen und werfen den Schleuderball. Und es fanden im männlichen Gerätturnen auch die Niedersächsischen Landesmeisterschaften im Rahmen des Erlebnisturnfestes statt. Für den einen Turner zur Freud, für den anderen zum Leid. Denn im Rahmen eines Turnfestes ist alles anders, vor allem für diejenigen, die das Turnfest miterleben im Vergleich zu denjenigen, die nur zum Wettkampf anreisen. Yvo Vehling konnte als Gerätesieger in seiner Altersklasse gefeiert werden. Am Boden, wie auch am Pauschenpferd sicherte er sich das beste Ergebnis auf Landesebene.
Bei den jüngsten Turnern im Kürbereich kam Mika Schelenz zwar nur auf Rang 6 in der Gesamtwertung, dennoch siegte er am Sprung und wurde dort Landesmeister. Am Boden wurde er Landesvizemeister. Sein Mitstreiter Adam Umarov wurde am Boden Dritter, ebenso am Barren.
Mikail Umarov belegte am Barren Platz 2 und am Reck Platz 3. Am Ende ging eine besondere Zeit des Miteinanders, des Füreinanders, des Ansporns, der Gemeinschaft vorbei.
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