Hameln.  Der ver.di-Ortsverein Hameln ehrte am 5. November langjährige Mitglieder für ihre Treue zur Gewerkschaftsbewegung im festlichen Rahmen in der Sumpfblume in Hameln. Birgit Poppe hieß die anwesenden Jubilare aus den verschiedenen Branchen wie den Finanzdienstleistungen, der Pflege, dem Einzelhandel oder der Post stellvertretend für den Ortsvereinsvorstand willkommen. Poppe dankte für ihr Engagement über die Jahrzehnte hinweg und lud sie zu einem geselligen Erfahrungsaustausch ein.

Die Festrede an diesem Abend hielt Jan Orbach, frisch gewählter Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Hannover–Heide–Weser. Er fokussierte in seiner Rede die gesellschaftlichen und vor allem gewerkschaftspolitischen Meilensteine der Eintrittsjahre der Jubilare in die Gewerkschaft. So skizzierte er das politische Tauziehen, begonnen bei der 1951 erkämpften Montanmitbestimmung über die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche 1956, die erste Frau als Bundesministerin 1961, Willy Brandts Friedensnobelpreis 1971, die Friedensdemos 1981 aufgrund des Nato-Doppelbeschlusses sowie die großen Anti-Atomkraft-Demonstration 1996.

Daran anschließend fasste Orbach die aktuellen Herausforderungen der Gewerkschaft ver.di zusammen. Neben den Megathemen Corona und Klimawandel, ging er auf die Situation in der Pflege ein: „Fallpauschalen und Wettbewerbslogik sorgen nicht nur für teils desaströse Arbeitsbedingungen in der Pflege und in den patientennahen Dienstleistungen. Beides ist ein direkter Angriff auf die bedarfsgerechte Pflege in Gänze!“

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