Hameln. In zeitlicher Nähe zum „Tag der wohnungslosen Menschen“ fand die Mitgliederversammlung des Vereins Senior- Schläger-Haus statt.
Viel wurde geschafft im letzten Jahr, insbesondere verdienen die Gartenneugestaltung und der Bau der überdachten Terrasse Erwähnung. Das Haus instand zu halten scheint notwendiger denn je, da die Zahl der bedürftigen Gäste im Senior-Schläger- Haus stetig ansteigt.
„Die Inflation trifft diejenigen, die wenig haben, umso härter“, so formulierten es die Mitarbeitenden des Diakonischen Werkes sorgenvoll. Insbesondere zum Monatsende seien die Portemonnaies der Menschen oft derartig leer, dass es oft nicht einmal mehr zum Füllen des Kühlschranks reiche. „Da sind wir dankbar, dass die Spenden der Hamelner Bürger*innen nach wie vor eingehen, so dass wir beispielsweise Drogerieartikel und Konserven ausgeben können“, wurde ergänzt. Oft besuchen bis zu 40 Personen das Haus, das damit zur wichtigsten Anlaufstelle insbesondere von obdachlosen und wohnungslosen Menschen im Landkreis geworden ist.
Der Verein steht wirtschaftlich auf gesunden Beinen, aber das Hauptproblem der Gäste des Hauses ist fehlender Wohnraum. Ob und wie der Kreistagsbeschluss zum Projekt „Housing first“, also dem Zur-Verfügung-Stellen von Wohnraum ohne Voraussetzungen wie Abstinenz o. ä., umsetzbar ist, wurde auf der Mitgliederversammlung engagiert diskutiert. Aber der überreizte Wohnungsmarkt in Deutschland und insbesondere das Fehlen von Sozialwohnungen erschweren die Umsetzung dieses Konzepts.
Auch Vorstandswahlen wurden durchgeführt. Drei Vorstandsmitglieder konnten in ihren Ämtern bestätigt werden, Bruni Meyer ist nun anstelle von Maggi Gräfe neue Schriftführerin. Stellvertretender Vorsitzender ist Christof Vetter, Schatzmeister ist Heinz Ahlers, Beisitzer sind Dieter Pfusch-Boegehold und Anne Kerstein. Für die gute Zusammenarbeit zwischen Hauptamt und Ehrenamt sowie die Unterstützung des Hauses durch die Stadtgesellschaft dankte die erste Vorsitzende, Dr. Anja Schmidt.
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