Hameln. Die Judo Dragons des TC Hameln absolvierten den großen integrativen Herbstlehrgang des NJV, der vom 12. bis 17. Oktober in Rotenburg an der Wümme stattfand.
Erstmal, was ist das? Das ist ein Lehrgang von Sonntag bis Freitag, zu dem 100 Judoka (manchmal auch mehr) mit und ohne körperliche und geistige Behinderung zusammenkommen, um zusammen zu trainieren, zu lachen, zu singen, zu tanzen, zu spielen und zu kämpfen.
Hier der Eindruck von Teilnehmer Caleb, der zum ersten Mal dabei war: Am Sonntag nach der Ankunft ging es gleich los, denn erstmal mussten noch die vielen Judomatten aufgebaut werden. Nach kurzer Pause trafen sich alle auf der Matte zum Eröffnungstraining. Hier ging es um die Technik, die in der Woche Hauptthema war. Während des Trainings hat man schon Anschluss gefunden, denn auch als Neuling wurde man sofort mitgerissen. Nach dem Abendessen ging es für einige – auch für mich – wieder auf die Matten zum Prüfungstraining. Hier waren viele erfahrene und langjährige Trainer anwesend, um unsere Techniken zu verfeinern für die Prüfung. Vorbereitetes Erscheinen ist dabei Voraussetzung. Wer dort nicht teilnahm, konnte basteln oder sich vorlesen lassen. Morgens gab es zwei Trainingseinheiten, die den gleichen Inhalt hatten, aber einmal eher technisch und einmal mehr Richtung Wettkampf. Nach dem Mittagessen konnte keine Langeweile aufkommen, denn die Trainer, Betreuer und auch ein paar Teilnehmer hatten eine bunte Mischung an Programmen für die Woche mitgebracht. Von Stadtbummel, Gesang und Yoga über Wikinger-Schach, Basketball, Gürtel-Hockey und Bogenschießen hin zu einem Wettkampf. Der Donnerstag war der aufregendste Tag. Morgens trafen sich wieder alle zusammen auf der Matte zum Abschlusstraining. Hier ging man gemeinsam nochmal alle Punkte der Woche durch. Danach wurden einige sehr nervös, die gesamte Gruppe saß auf der Matte, während einige von ihren Trainern in dieser Woche von eine Prüfungskommission begleitet wurden, um dort ihr Können zu zeigen und den nächsten Gürtel zu bestehen. Alle waren super vorbereitet und haben bestanden.
Abends wurde es dann laut in der Jugendherberge, erst spielte live die Band von einem der Teilnehmer und dann ging es in die hauseigene Disco zum Feiern mit dem diesjährigen Motto „Flower Power“. Freitagmittag kam dann leider der Abschied. Einige werden sich erst in einem Jahr wiedersehen, aber einige, die zum Kader, den mein Trainer trainiert, gehören, treffen sich regelmäßig in verschiedenen Städten von Niedersachsen, um für die Internationale Deutsche, die Europa- und die Weltmeisterschaften zu trainieren. Abschließend kann ich nur sagen, auch wenn die Woche sehr anstrengend war, wer da nicht dabei, war hat einiges verpasst. Mein Ziel ist es, nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Euer Caleb
Wer sich jetzt denkt, das sollte und das muss man unterstützen, kann gerne Kontakt zu Daniel Wissel, Cheftrainer der Red Judo Dragons des TC Hameln und Landestrainer der IDJUDOKA in Niedersachsen, aufnehmen. „Für den einen oder anderen ist der Lehrgang kein günstiges Vergnügen und das, obwohl wir die Kosten schon sehr gering halten für das, was geboten wird. Sollte jetzt noch jemand Lust haben, bei uns reinzuschnuppern und vielleicht zu diesem Lehrgang mitfahren möchte, der ist herzlich willkommen“, so Daniel Wissel.
Foto: pr.
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