Hameln. Beim Seefest am Tündernsee nutzte auch der Hamelner Tauchclub – genau wie die anderen Wassersportvereine am See – die Gelegenheit, sich den Besucherinnen und Besuchern zu präsentieren.
Die Unterwasserfans zeigten ihr Equipment und beantworteten neugierige Fragen. Manche staunten nicht schlecht, was heute alles zur Ausrüstung gehört. Dass Neoprenanzug, Flasche und Atemregler dazugehören, ist den meisten klar. Doch dass inzwischen sogar Hightech-Computer unter Wasser Standard sind, überraschte viele. Die oft wuchtig wirkenden Tauchcomputerarmbanduhren liefern alle wichtigen Infos: Sie helfen bei der Berechnung der Restluft, zeigen den verbrauchsspezifischen Zusammenhang zwischen Tauchtiefe und Atemgas an und erinnern an die nötigen Pausenstufen – sogenannte Dekompressionsstopps – beim Auftauchen. Blindes Vertrauen ist zwar weiterhin tabu, aber ein Computer, der zuverlässig anzeigt, wie lange ein Stopp auf welcher Tiefe nötig ist, macht das Tauchen sicherer.
Die häufigste Frage des Tages lautete: „Wie viel wiegt das eigentlich?“ Ehe sich die Fragenden versahen, steckten sie schon im Tauchjacket und spürten am eigenen Körper, warum Taucherinnen und Taucher kurze Wege zum Wasser lieben. 25 Kilogramm und mehr kommen da schnell zusammen. Doch sobald man im kühlen Nass ist, fühlt man das Gewicht nicht mehr und schwebt wie schwerelos durch die Unterwasserwelt.
Und da hat der Tündernsee einiges zu bieten. Der gesunde See ist Heimat vieler heimischer Fischarten. Besonders die Zander beeindrucken: teils erstaunlich groß, teils erstaunlich gelassen. Sie lassen sich von vorbeigleitenden Taucherinnen und Tauchern kaum stören – fast so, als würden sie sich gerne bestaunen lassen.
Am Abend zog Bodo Jansen vom HTC ein zufriedenes Fazit: „Es war klasse, endlich mal wieder neuen Leuten von unserem Sport zu erzählen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ein bisschen Begeisterung für unsere Leidenschaft wecken kann.“ Und da sind sich alle seiner ehemaligen HTC-Schüler einig: Das kann Bodo.
Nun bleibt abzuwarten, wie viele der neugierigen Besucherinnen und Besucher tatsächlich zum Schnuppertauchen kommen. Klar ist: Der HTC hofft sehr, dass das lange Warten auf die Nutzung des Hamelner Hallenbads bald endet. Dort lassen sich nicht nur Schnuppertauchgänge unter idealen Bedingungen durchführen, sondern dort wird auch mit Flossentraining und anderen Übungen der Grundstein für eine solide Ausbildung gelegt, bevor es für die Neulinge dann in den Tündersee geht.
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