Von Jens F. Meyer

Vorschlag zur Güte an alle Programmplaner deutscher Fernsehsender: „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ darf nur noch als „Indiana Jones und der Kreuzzug“ angekündigt werden, weil auch die 33. Wiederholung nicht der letzte Kreuzzug ist und bis zum nächsten Jahreswechsel noch mindestens fünfmal über Millionen von Mattscheiben flimmern wird. Originell. Ich überlege, ob ich mich diesem schlauen Billigkonzept anschließe und nächste Woche ein HALLO erstmal veröffentliche, dass erst neulich hier schon stand. Noch ein paar Argumente für diese phänomenale Idee:

Erstens Miss Marple. Es gibt vier gute Gründe für die stete Wiederauferstehung der kauzigen Alten und ihres Mister Stringers: „16.50 Uhr ab Paddington“, „Der Wachsblumenstrauß“, „Vier Frauen und ein Mord“ und „Mörder ahoi“. Und das Tollste: Schon übermorgen habe ich wieder vergessen, wer der Täter beim Wachsblumenstrauß ist. Und weiß denn noch jemand, wie meine Glosse von vor drei Wochen ausgeht? Siehste.

Zweitens der Mut zum schlechten Geschmack. Arni, the Muskeltier, als „Terminator“ ist echt hohl, aber sinnentleertes Starren auf den Ääökschenfuim funktioniert auch beim 25. Mal. Warum also keine 26. Wiederholung? Hasta la Vista, Baby!

Drittens die Kosten. Nix Neues senden heißt quasi Unterhaltung zum Nulltarif. Und nix Neues schreiben heißt eben auch Unterhaltung zum Nulltarif. Ich warte jetzt auf ein fettes Lob aus der Chefetage und suche schon mal im Archiv nach neuen Erkenntnissen. Ach, Quatsch, nach ollen natürlich. Schönes Wochenende.