Lügde. Freitag, 13. März, untersagte Lügdes Bürgermeister Heinz Reker alle öffentlichen Veranstaltungen im Gebiet der Stadt Lügde bis einschließlich 30. April 2020. Davon betroffen sind auch der historische Osterräderlauf in der Nacht des Ostersonntags und alle damit verbundenen Aktionen. Der Vorstand des Osterdechenvereins Lügde weist darauf hin, dass auch die Generalversammlung des Vereins und die traditionelle Karfreitagssammlung für den Räderlauf nicht stattfinden.
„Es geht jetzt darum, mit Solidarität, Vernunft und Pragmatismus auf diese globale Krise zu reagieren. Die Entscheidung wurde einvernehmlich mit allen beteiligten Behörden getroffen und ist alternativlos“, so Uwe Stumpe, Erster Vorsitzender des Osterdechenvereins.
Das Verbot des Laufs ist für die ausrichtenden Dechen eine der schwersten Entscheidungen der Vereinsgeschichte. Als Zeichen der Verbundenheit mit den Lügder Bürgern und der Welt werden die Dechen zu Ostern optische Signale setzten: Wie in jedem Jahr, wird das Osterkreuz über Lügde leuchten; auch die Fahnen am Dechenheim und auf dem Osterberg werden gehisst.
In seiner langen Geschichte hielt der Osterräderlauf vielen Herausforderungen stand. Aus religiösen und politischen Gründen sollte er mehrfach unterbunden werden. „Die Tradition ‚Osterräderlauf in Lügde‘ wird durch die diesjährige Absage nicht sterben. Wir sind es unseren Altvorderen und zukünftigen Generationen schuldig, dass unser Osterräderlauf weiterhin eine Zukunft hat“, erklärt Uwe Stumpe. Der Verein wird alles dafür tun, dass der Osterräderlauf am 4. April 2021 wieder stattfindet.