Von Jens F. Meyer

Wochenende! Endlich keiner da, der uns mit abgehalfterten Sprüchen, die wir seit Dienstbeginn am vergangenen Montag wieder fünf Tage lang ertragen mussten, auf den Sack geht. Aber sollen wir das in Zukunft überhaupt noch so wehrlos über uns ergehen lassen? Nein, sollten wir auf keinen Fall. Also nehmen wir an diesem Samstag und Sonntag im stillen Kämmerlein eine kleine Auszeit, um zu üben. Frage: Was wollen wir üben? Antwort: Das Floskeln-Reden!

Worthülsen bilden. Buchstabensalat anrühren. Sinnesverballhornungen in die Umwelt spucken, damit wir den Kollegen, die nicht „Gesundheit“ wünschen, sondern grundsätzlich ein „Aufwischen“ fordern, gleich am nächsten Montagmorgen ordentlich in die Parade fahren können, darum geht‘s hier. Ich mach’s mal vor, geht doch in Dortmund, oder? Mit ein bisschen Training wird man nämlich schnell zur Konifere, dann ist alles Roger in Kambodscha. Bin ja kein Vergaser, aber schon gespannt, wie wohl die Nordrhein-Vandalen auf meine Zeilen reagieren. Reagieren ist übrigens ein gutes Stichwort: Zum Bleistift ist es ja so, dass oft Kanada ist, weil keiner da is‘. Und dann kriegt man nach dem nächsten Gespräch am Telefon zu hören: „Leg Dich wieder hin.“ Tel Aviv, ne… Und unumgänglich: Mahlzeit! Was, heute Geburtstag? Herzlichen Glühstrumpf und alles Tute, alter Falter. Für die Zukunft immer ’ne Handbreit Schnee unterm Kiel, Mast- und Beinbruch und Hals- und Schotbruch. Dann mal schnell zweipacken weniger einpacken. Ende im Gelände. Schönes Wochenende und tschüssikowski bis dannomanski.