Hameln. „Ich würde ja gerne, aber…“ Wer kennt diesen oder ähnliche Sätze nicht? Zum Weltgebetstag am Freitag, 6. März, geben Frauen aus Simbabwe uns auf, über solche Ausreden nachzudenken. Leiten lassen haben sich diese Frauen von dem Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken:„Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, sagt Jesus darin zu einem Kranken. Simbabwes Frauen zeigen uns: Diese Aufforderung ist aktuell, gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung.
Land und Leute in Simbabwe sind neben dem biblischen Teil weitere Themen des Gottesdienstes. Aufstehen und für ihre Rechte kämpfen ist nicht neu für die Bevölkerung Simbabwes. Der Kampf um die Unabhängigkeit von Großbritannien, anschließend die zunehmend autoritäre Regierung unter Mugabe. Jahrelange Korruption und Misswirtschaft belasten das Land. Der Alltag besteht für die Menschen aus überteuerten Lebensmitteln, Benzinpreisen in unermesslichen Höhen und steigende Inflation. Bodenschätze könnten Simbabwe reich machen, doch davon profitieren andere. Die von Simbabwes Frauen erstellte Gottesdienstordnung informiert darüber.
In Hameln organisieren Frauen aus elf unterschiedlichen christlichen Gemeinden seit vielen Jahren einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst. Federführend ist Christine Overdick im Team der Weltgebetstagsfrauen. „Wir als Gruppe fühlen uns untereinander verbunden, sind mit viel Freude dabei. Jede bringt ihre unverwechselbaren Gaben ein. Das gemeinsame Singen der Lieder bereichert dabei zusätzlich. Und die sind diesmal besonders schön – afrikanisch eben“, erzählt Overdick. Traditionell sind alle nach dem Gottesdienst eingeladen zu einem Imbiss. Bei Kostproben aus Simbabwes Küche und netten Gesprächen wird der Weltgebetstag ausklingen.
Die Gottesdienste finden am 6. März hier statt: in Hameln in der Martin-Luther-Kirche (19 Uhr), in Klein Berkel im Dietrich-Bonhoeffer-Haus (19 Uhr), in der KIrche Hastenbeck (18 Uhr), in der Kapelle in Rohrsen (18 Uhr) und in der St.-Georg-Kirche Afferde (19 Uhr).