Lügde. Drei Jahre Kronprinz, ein Jahr König! Markus Scholz kann, wenn er auf der Rathaustreppe die Königskette der St. Kilian Schützenbruderschaft an seinen Nachfolger Manfred Lätari übergibt, auf eine ungewöhnliche Regentschaft zurückblicken. „Das Jahr ist viel zu schnell vorübergegangen. Es war eine tolle Zeit, in der wir viel Spaß hatten“, zog er wenige Tage vor seiner Abdankung Bilanz.
Coronabedingt stand der König mit seiner Königin Anja Richter und den Hofdamen Martina Eckermann, Katja Vogelsang, Melanie Liss, Sarah Eckermann, Kerstin Hasse und Sabina Savastano vor seiner offiziellen Proklamation eine ungewöhnlich lange Zeit in den Startlöchern. Und damit ihm auch in den kommenden Monaten nicht langweilig wird, hat Markus Scholz in Eigenregie längst dafür gesorgt, dass er als Repräsentant die Lügder Schützen auch weiterhin bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten darf. Denn bis November 2023 wird Scholz weiterhin als Bezirksschützenkönig, zu dem er sich 2022 in Bödexen schoss, in Amt und Würden bleiben. Und bis zum traditionellen Winterball 2024 wird er auch noch die Aufgabe des Stadtschützenkönigs ausüben.
Auf der Rathaustreppe endet am 8. Juli zwar seine Ära als König der Lügder Schützen traditionell mit dem Großen Zapfenstreich. Aber vielleicht lässt es Markus Scholz ja beim Bundes-Schützenfest der Historischen Schützenbruderschaften Deutschlands noch einmal richtig krachen. Denn wenn in Mayen der Bundeskönig ausgeschossen wird, ist Lügdes König unter fast 90 Bewerbern mittendrin statt nur dabei. Zumindest eine Außenseiterchance rechnet sich der König aus der Osterräderstadt aus und zeigt sich im Vorfeld selbstbewusst: „Auf jeden Fall fahre ich nicht nach Mayen, um daneben zu schießen.“ Immerhin schon mal eine klare Ansage, und seine Schützenbrüder im Tal der Emmer werden ihm sicherlich auch kräftig die Daumen drücken, wenn er in Rheinland-Pfalz antritt.
Das Lügder Schützenfest wird vom 8. bis 10. Juli gefeiert.