Hameln-Pyrmont (ey / ah). Freudig gelöste Stimmung in Barksen: Nach der sehr erfolgreichen Dorfflohmarkt-Premiere vor zwei Jahren scheint ein nicht geringer Teil der 470 Einwohner des Ortes oberhalb Hessisch Oldendorfs Gefallen daran gefunden zu haben, auf diese Weise mit Menschen ins Gespräch zu kommen und ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft zu setzen. Auch anderswo geht das so.
Floh- und Trödelmärkte sind beliebt, Basare rund um das Kind ziehen (werdende) Eltern magisch an, Secondhand macht viele mobil – nicht zuletzt auch in höherwertiger Qualität als echtes Event, wie zum Beispiel jetzt in Bodenwerder.
Denn dort, im „Haus mit der Schleife“ an der Hamelner Straße, wird am kommenden Samstag, 12. März, von 11 bis 18 Uhr dem Trend der Nachhaltigkeit gefolgt. Mit einem Second-Hand-Event, das Schneiderin Karin Kehne in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren und Anbietern durchführt. Dass mit Gudrun Meyer selbst eine diplomierte Farb-, Stil- und Imageberaterin dabei sein wird, unterstreicht den Charakter, dass Secondhand eben nicht automatisch gleichzusetzen ist mit altem Trödel. „Vielmehr wollen wir dazu beitragen, schöne, gebrauchte Kleidung nicht nur zu günstigen Preisen weiterzugeben, sondern in einem angenehmen Ambiente auch kleine Beratungen zu bieten“, sagt Karin Kehne.
Dabei immer im Blick: die Nachhaltigkeit. Denn vieles von dem, was mancher ausrangiert, ist so gut wie neuwertig; es gibt Tausende Gründe dafür. „Es geht darum, gute Qualitäten zu präsentieren und mit der Möglichkeit zu verbinden, Anpassungen vorzunehmen, wenn es nötig sein sollte.“ Der hochwertige Ansatz des Second-Hand-Events drückt sich auch darin aus, dass er nicht nur den Anbietern, sondern vor allem einer guten Sache dienen soll. Ein Teil des Erlöses dient der Unterstützung des Frauenhauses in Hameln.
Zurück nach Barksen: Über 50 Stand-Anmeldungen liegen für den zweiten Dorfflohmarkt vor, der Sonntag, 6. März, von 11 bis 15 Uhr stattfindet. Zur Orientierung der Besucher wurde sogar eine Dorfkarte erstellt, auf der alle Stände zu finden sind. „Wenn es die Corona-Schutzverordnung zulässt, bieten Standbetreiber in den Carports, Garagen oder Scheunen auch Kalt- und Heißgetränke, Kuchen, belegte Brötchen, Snacks und mitunter sogar Toilettennutzung an“, erzählen Melanie Fehring und Sascha Müller vom Orga-Team.
„Wir empfehlen allen Besuchern und Teilnehmenden, sich morgens testen zu lassen, beim Dorfflohmarkt Abstand zu halten und durchgehend eine FFP2-Maske zu tragen. Barksen freut sich auf alle Schnäppchenjäger, die bei jedem Wetter Lust auf einen schönen Dorfspaziergang haben.“
Nach zwei Jahren Corona-Pause gibt es auch wieder einen „Basar rund um das Kind“ in Hessisch Oldendorf – mit Baby- und Kinderkleidung für Frühjahr und Sommer, Spielsachen, Büchern, Kinderwagen, Autositzen, Bobbycars und vielem mehr. Außerdem sorgen die Kindergarteneltern für ein Kuchenbuffet. „Wir haben uns dazu entschieden, den Basar am Sonntag, 20. März, von 11 bis 14 Uhr in Form eines Flohmarkts auf dem Schulhof der Grundschule am Rosenbusch auszurichten“, so das Basar-Team. „Die Vergabe der Standplätze ist bereits erfolgt. Standgebühr und der Erlös vom Kuchenverkauf kommen wie gewohnt dem Förderverein der Kindergärten Zwergenland und Storchennest zugute.
Der Trödel-Trend, er muss bisweilen früh angegangen werden. „Wir planen einen Stadtteilflohmarkt am Basberg und haben alle Anwohner des Viertels zwischen B217 und Basbergstraße dazu per Flyer zur Teilnahme eingeladen. Wir sind zurzeit dabei, einen für alle passenden Termin zu finden“, teilt die Hamelnerin Ines Nikolaus mit. Termin: Samstag, 11. Juni!
Über 100 machen mit beim Stadtteilflohmarkt Basberg
Über 100 (!) Anmeldungen liegen bereits vor! Geplant sei, dieses Event als Garagen- beziehungsweise Hofflohmarkt aufzuziehen, also wie in Barksen: auf dem eigenen Grundstück. Ein Flyer mit allen Teilnehmern werde gedruckt, eine Facebookseite sei in Arbeit. Wer sich für den „Flohmarkt am Basberg“ noch anmelden wolle, könne dies unter stadtteilflohmarkt-basberg@gmx.de oder via Whatsapp (0171 / 9 63 47 97) tun. Und dies – siehe Textbeginn – würde eben nicht nur zum nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen führen, sondern laut Ines Nikolaus zudem „das Miteinander und eine gute Nachbarschaft fördern“. Und man muss sicher kein Prophet sein, um festzustellen, dass dieses Credo vermutlich für alle Trödel-, Floh- und Secondhand-Märkte gilt.